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85 "Trampoliner" treten in der Kreissporthalle in Rinteln zum Wettkampf an

73. Jahn-Bergturnfest lockt 350 Turner und Turnerinnen auf den Bückeberg

Turnen (de). Das 73. Jahn-Bergturnfest in Verbindung mit dem 42. Schaumburger Kinder- und Jugendturnfest ist Vergangenheit. Es hat nichts von seiner Faszination verloren, obwohl nicht zuübersehen war, dass die Beteiligung doch etwas rückläufig gewesen ist. Vielleicht sollten die Verantwortlichen doch einmal Überlegungen machen, ob und wie möglicherweise Änderungen im Angebot und Ablauf zu verwirklichen sind.

veröffentlicht am 24.06.2008 um 00:00 Uhr

Tauziehen: Immer wieder eine große Gaudi. Fotos: de

Nachdem bereits am Sonnabend 85 Trampolinturner in der Rintelner Kreissporthalle ihr Können unter Beweis gestellt hatten und 220 Teilnehmer beim Zeltlager auf dem Bückeberg zusammen kamen, waren es etwa 350 Turnerinnen und Turner, die sich auf den Anlagen rund um das jbf-Centrum in den unterschiedlichsten Disziplinen präsentierten. Vermisst wurden dabei die Faustballspieler, die eigentlich zur festen Einrichtung des Bergturnfestes gehörten. Die genauen Gründe, weshalb sie dieses Mal nicht mit von der Partie waren, blieben im Dunkeln. Ein derartiges Sportfest ist nur zu bewältigen, wenn in ausreichender Zahl freiwillige Helfer zur Verfügung stehen. Das Team um den Vorsitzenden des Bergturnfest-Ausschusses, Olaf Köhler, sowie um Monika Wahlmann und Cornelia Peter hatte wieder alle Register gezogen, damit das breitensportliche Spektakel weitgehend ohne Pannen ablaufen konnte. Beim Trampolinturnen in der Rintelner Kreissporthalle war am Sonnabend eine 15-jährige Teilnehmerin vom Beckedorfer SV beim Abgang vom Trampolin gestürzt und hatte sich dabei einen Armbruch zugezogen. Der Turnkreis Schaumburg führte im Rahmen des Bergturnfestes wieder einen Kreiswandertag durch. Unter Leitung von Wanderwart Günter Pfalzer beteiligten sich daran 67 Männer und Frauen aus Wölpinghausen sowie vom Post SV Stadthagen, der VT Rinteln und vom DSC Feggendorf. Sie trafen gegen 11.30 Uhr auf dem Berg ein, den sie nach entsprechender Stärkung wieder in Richtung Ausgangsposition ihrer Tour bei Wendthagen verließen. Großer Andrang herrschte beim leichtathletischen Dreikampf, beim Dreikampf Geräteturnen und bei den Staffelläufen. Positiv war zu vermerken, dass die Zeitpläne weitgehend eingehalten werden konnten. Nicht unerwähnt sollte aber auch bleiben, dass es in einigen Übungsbereichen zu überlangen Wartungszeiten kam, was nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen war, dass die Wertungsrichter teilweise etwas überfordert schienen. Zu den Besuchern auf dem Bückeberg gehörte auch Ex-Turnkreisvorsitzender Kurt Otto - "ich wollte endlich einmal ein Baumstammwerfen absolvieren" - der sich insgesamt zufrieden über den Ablauf des Turnfestes äußerte. Ähnlich positiv war auch die Resonanz des derzeitigen Turnkreisbosses Andre´ Bödeker, der gemeinsam mit Olaf Köhler und Monika Wahlmann die Siegerehrung vornahm, nachdem zuvor noch das traditionelle Tauziehen über die Bühne gegangen war, das in der Klasse Jahrgang 1997 und jünger von der ersten Mannschaft des VfL Bückeburg vor DSC Feggendorf und VT Rinteln gewonnen wurde. In der Klasse Jahrgang 1993 bis 1996 gewann die erste Mannschaft des TSV Steinbergen vor VT Rinteln und VfL Bückeburg. Die Turnfestsieger wurden mit Urkunden bedacht - Turnkreismedaillen gab es für alle Teilnehmer. Auch für das leibliche Wohl der Teilnehmer und Besucher auf dem Berg war in jeder Beziehung gesorgt. Auch hier war sichergestellt, dass jeder auf seine Kosten kommen konnte. Neu im Angebot auf dem Bückeberg ist der Hermann-Harting-Gedächtnislauf zur Erinnerung an den jahrzehntelangen Schaumburger Turnkreisvorsitzenden. Über die zehn Kilometerdistanz gewannen Astrid Schubert vom VfL Bückeburg und Matthias Metzdorf vom DSC Feggendorf, sieben Kilometer Walking sah in Martina Döllner, VfL Bückeburg, und Ralf Leska aus Petershagen die Gewinner. Das Bergturnfest ist und bleibt "in". Das heißt sicher nicht, dass es hier und da zu Veränderungen kommen wird, denn auch ein derartiges sportliches Spektakel kann sich der Entwicklung nicht entziehen und muss mit der Zeit gehen. Ein Turnfestteilnehmer sprach vom großen Familientreffen, das es in dieser Form im weiten Umkreis nicht mehr zufinden ist. Insofern ist das Jahn-Bergturnfest eine Novität, die es zu erhalten und zu fördern gilt.

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