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WIR-Umfrage: Weitere Probleme an der oberen Langen Straße / Ordnungskraft gegen Rüpeleien?

70 Prozent fordernüberdachte Bushaltestellen

Bückeburg (rc). An den Bushaltestellen an der oberen Langen Straße gibt es eine ganze Menge zu verbessern. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die die Wählerinitiative "Wir für Bückeburg" (WIR) in den vergangenen Wochen bei Busbenutzern jeden Alters und zu jeder Tageszeit durchgeführt hat. Der Kritikpunkt Nr. 1, von rund 70 Prozent der Befragten geäußert: Es gibt keine Überdachungen an den Haltestellen.

veröffentlicht am 15.06.2007 um 00:00 Uhr

Alles völlig entspannt gestern Mittag: Geht es nach den Busnutze

Das Ergebnis der Umfrage präsentierte die Sprecherin von WIR, Elke Herger, dem Baubereichsleiter Karlheinz Soppe, rannte dort allerdings offene Türen ein. "Es ist hilfreich, wenn wir von solchen Dingen erfahren." Dass es dort Probleme gibt, sei der Stadt bekannt. Mit Rückhalt aller Gruppen im Rat seien in den laufenden Haushalt bereits 11 000 Euro zur Verbesserung der Situation an den vor allem von Schülern genutzten sechs Haltestellen bereit gestellt worden. Nach der Sommerpause solle eine Anliegerversammlung durchgeführt werden, zu der auch Schüler und Lehrer geladen werden sollen. Derzeit gebe es im Bauamt schonÜberlegungen, welche Verbesserungen vorgenommen werden könnten. Zu einem abschließenden Ergebnis seien die Planer bisher aber nicht gekommen, da es eine Vielzahl von Problemen gibt. An erster Stelle nannte Soppe die Enge des Bürgersteigs, besonders auf der südliche Seite im Bereich von Spannuth, der Residenzpassage und des Viehmann-Kammann-Komplexes: "Wir dürfen mit den Wartehäuschen die Schaufenster und Fassaden nicht verdecken." Ursprünglich sei bei der Neugestaltung der Straße 2004 geplant gewesen, nach dem Neubau des Viehmann-Komplexes an der Fassade Überdachungen anzubringen. Bisher gebe es aber keinerlei Signale, wann dieses Bauvorhaben in Angriff genommen wird. "Die Stadt muss eigene Lösungen finden." Auf der anderen Seite, vor dem Schild-Center, seien die Probleme nicht so gravierend, so Soppe weiter. Hier könne der überdachte Bereich vor den Schaufenstern von den Busbenutzern bei schlechtem Wetter als Unterstellmöglichkeit genutzt werden. Einer Ansicht, der die WIR-Sprecherin vehement widersprach. Auch hier gebe es Probleme mit den Auslagen des Centers, stellenweise sei kein Durchkommen für die Kunden. Wie dem auch sei, im Herbst sollen vom Bauamt Planungenpräsentiert und beraten werden. Außer den fehlenden Wartehäuschen listete WIR noch eine ganze Reihe anderer Kritikpunkte auf. Es gebe zu wenig Fahrradständer an der oberen Langen Straße; die drei vorhandenen würden nicht ausreichen. Ganz "massiv" seien die mangelnden Möglichkeiten der Müllentsorgung kritisiert worden. Es fehle an Papierkörben, Unrat würde über die Straße verteilt. Auch eine Hundetoilette sei gefordert worden. Oft genannt: Eine Ordnungskraft, die für Ordnung an den Haltestellen sorgt, besonders nach Schulschluss. Immer wieder seien Rüpeleien wie Ausspucken, dumme Sprüche und Drängeleien beobachtet worden. "Dort ist es nicht sicher." Auch der neue Betreiber der Buslinien steht in der Kritik. Die Busfahrpläne seien schlecht lesbar, die Busfahrer oft unfreundlich. Zudem würden die Haltebuchten oft von den Bussen selbst als Parkplatz genutzt. Die Folge: Wenn ein weiterer Bus kommt, müsse dieser oft halb auf der Straße halten, um die Fahrgäste ein- und aussteigen zu lassen. Immer wieder komme es deshalb zu Stauungen. "Das muss abgestellt werden." Weiterer Kritikpunkt: die Busfrequenz. Besonders der Bahnhof und Bad Eilsen würden zu selten angefahren. Oft seien Wartezeiten von bis zu drei Stunden in Kauf zu nehmen, um etwa nach Bad Eilsen zurückkehren zu können.



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