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Bewohner des Schäferhofs seit Montag verschwunden / Bei Suche Erfolg mit Polizeihubschrauber

68-jähriger Vermisster am Waldrand gefunden

Rehren (la). Große Aufregung hat am Montag und noch gestern in der Medicare-Seniorenresidenz Schäferhof geherrscht. Ein Bewohner der Einrichtung war nicht von seinem Spaziergang zurückgekehrt. Der 68-jährige demenzerkrankte und verwirrte Mann wurde seit Montagnachmittag vermisst. Die Mitarbeiter der Seniorenresidenz, die Angehörigen und die Polizei machten sich gemeinsam auf die Suche.

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

Der aus Liekwegen stammende Mann war früher oft mit seinem Hund im Bückeberg unterwegs gewesen, und so vermutete die Polizei, dass er von Rehren aus in Richtung Wald gegangen sein könnte. "Der Funkmast auf dem Bückeberg war ihm von früher her bekannt, da dieser auch von der anderen Seite des Berges zu sehen ist. Wir nahmen an, dasser diesen als Richtungsweiser benutzt hat", sagte Gerhard Bogorinsky, Leiter des Polizeikommissariats Rinteln. Mit zwei Streifenwagen waren Polizeikräfte rund um die Uhr im Einsatz und suchten das Gebiet zwischen Rehren und Kathrinhagen sowie den Waldrand ab. Bis gestern Morgen blieb die Suche erfolglos. Dann wurde der Polizeihubschrauber aus Hannover angefordert. Allerdings konnte der Pilot mit seinem Team erst gegen 11 Uhr starten, da eine Suche vorher wegen schlechter Sicht keinen Sinn gehabt hätte. Nach nur rund 15 Minuten konnte die Hubschrauberbesatzung die Erfolgsmeldung verkünden. Die Beamten aus Hannover hatten den vermissten 68-Jährigen am Waldrand gesichtet. Die Streifenwagenbesatzungen fuhren in Richtung der angegebenen Stelle, mussten dann aber zu Fuß weiter, da der schmale Feldweg nicht befahrbar war. Schließlich fanden sie den verwirrten Mann, der unverletzt, unversehrt - fast fröhlich - verkündete, er habe die Nacht in einem Bett verbracht. "Das war aber sicher nicht der Fall", waren sich die Polizisten einig. Die Freude und Erleichterung bei den Angehörigen und den Mitarbeitern der Seniorenresidenz war riesig, als der 68-Jährige von den Polizeibeamten schließlich nach Rehren zurückgebracht wurde. Der Mann machte zwar einen verwirrten Eindruck, war schmutzig und hatte seine Schuhe verloren, schien sich allerdings der Gefahr, in der er sich befunden hatte, überhaupt nicht bewusst gewesen zu sein. "Der Mann ist eigentlich kein ,Wegläufer'. Wir gehen davon aus, dass er einfach nicht den Weg zurück gefunden hat", sagte die Leiterin der Seniorenresidenz, Barbara Schäfer-Bruns, die mit ihrem Team die ganze Nacht hindurch bei der Suche geholfen hatte.



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