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Viel Prominenz am Start / Aktive auf dem Marktplatz wecken Lust auf Sport / THW hilft an der Strecke

600 Läufer und Walker wagen sich in die Hitzeschlacht

Rinteln (wm). Der Blumenwall war es, die gut 300 Meter unter Bäumen, die die Läufer beim Volksbanklauf am Sonntag am meisten herbeigesehnt haben. 36 Grad zeigte das Thermometer in der Sonne- und die schien entlang der Ostcontrescarpe schattenlos vom Himmel.

veröffentlicht am 11.06.2007 um 00:00 Uhr

Im Ziel hatten viele Läuferinnen und Läufer nur noch einen Wunsc

Rund 600 Läufer und Walker gingen diesmal auf die Strecke rund um die Innenstadt, darunter viele Starter von außerhalb - ein Indiz, dass sich der Rintelner Lauftreff in der Szene etabliert hat. Das Gros stellten wieder mit 301 Startern die Fünf-Kilometer-Läufer. Dem Publikum am Zieleinlauf bot VTR-Chef Karl-Heinz Frühmark beste Unterhaltung - es ist eben von Vorteil, wenn man so gut wie alle Rintelner persönlich kennt und die passenden Kommentare zu deren Auftritt geben kann. So begrüßte Frühmark unter anderem eine sichtlich durchgeschwitzte grüne Landtagsabgeordnete Ursula Helmhold, die mit Ehemann Gerhard und weiteren sechs Mitgliedern ihre Fraktion auf den fünf Kilometern unterwegs war, ebenso mit launigen Worten wie die laufende Geistlichkeit mit Superintendent Andreas Kühne-Glaser und Pastor Heiko Buitkamp. Einziges Problem für Streckensprecher Frühmark: "In Läuferdress und so völlig verschwitzt sehen die Leute anders aus, als man sie kennt." Selbstverständlich joggte auch die Polizei auf der Strecke, verkörpert durch Stefan Weichert. Die (Läufer)-Ehre der Verwaltung verteidigten erfolgreich Erster Stadtrat Jörg Schröder (auf 10 000 Metern!) und Gleichstellungsbeauftragte Kirstin Büthe. Baudezernent Reinhold Koch dürfte man hier eigentlich gar nicht mitrechnen, denn der ist Profi unter all' den Amateuren und war nach den 10 Kilometern gerade mal in Schwung gekommen. Das Keiskrankenhaus hatte ebenso ein ganze Truppe an den Start gebracht (mit Verwaltungschefin Tatjana Daum) wie die Rintelner Rechtsanwälte (hier heimste Thorsten Frühmark Beifall an der Strecke ein). Anwalt und Ratsherr Heinrich Sasse dagegen wurde im Eiscafé gesichtet - kommentierte, sein Sohn sei soeben Kreismeister geworden (bei den Fußballern), und wenn schon seine Frau Petra bei den Walkern starte, sei die Familie sportlich schon gut vertreten. Elke Adam, Siegerin bei den Damen, war - wie immer - sportliche "Vorzeigefrau" aus den Dörfern (genau: aus Hohenrode). Viele Läufer kamen "oben ohne" an, die Startnummer auf den durchgeschwitzen Shirts hatte sich gelöst. Am Ziel gossen die meisten das gute Extaler nicht nur in, sondern auch über den Kopf - Wasser war in dem Moment wichtiger als die Medaille. Hut ab auch vor den vielen Normalos, den Couchpotatos, die diesmal Laufschuhe angezogen hatten - dazu gehört inzwischen auch bei einem solchen Volkslauf, die längst von durchtrainierten Athleten dominiert werden, wie man unschwer an der Siegerliste ablesen kann, eine große Portion Überwindung und Selbstvertrauen. Ein besonderer Beifall gebührt Senior Karl-Heinz Strüwe, der mit seinen 81 Jahren immer noch flott dabei ist - seit einer Hüftoperation inzwischen bei den Walkern. Nicht zu vergessen, die vielen Aktiven auf dem Marktplatz von jungen Karatekämpfern über Hochspringer bis hin zur Badmintonabteilung, die vielleicht doch bei dem einen oder anderen (sonst passiven Zuschauer) Lust auf Sport geweckt haben - und das war ja auch der Sinn der Übung. Einziger Schönheitsfehler der ansonsten perfekten Veranstaltung: Die Auswertung der Ergebnisse erwies sich als Geduldsprobe - wie schon im Vorjahr. Weitere Ergebnisse und Bildergalerie folgen.

Wahre Samariter: die Helferinnen an der Extaler-Station.
  • Wahre Samariter: die Helferinnen an der Extaler-Station.
Super in Form: die Karate-Kids von Jochen Siekmann.
  • Super in Form: die Karate-Kids von Jochen Siekmann.
Schlagfertig: Streckensprecher Karl-Heinz Frühmark.
  • Schlagfertig: Streckensprecher Karl-Heinz Frühmark.
Gerhard und Ursula Helmhold (v.r.) auf der Strecke.
  • Gerhard und Ursula Helmhold (v.r.) auf der Strecke.
Wahre Samariter: die Helferinnen an der Extaler-Station.
Super in Form: die Karate-Kids von Jochen Siekmann.
Schlagfertig: Streckensprecher Karl-Heinz Frühmark.
Gerhard und Ursula Helmhold (v.r.) auf der Strecke.


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