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Vater-Kind-Freizeit der Kirchengemeinde im Schullandheim Rinteln / Spannender Tag im Steinzeichen Steinbergen

5:4 - Väter müssen sich mit knapper Niederlage abfinden

Rinteln (rd). Zusammen mehr als 70 Personen im Alter von drei Jahren bis Mitte Vierzig, fast doppelt so viele Kinder wie Väter: Das Projekt "Vater-Kind-Freizeit" der Kirchengemeinde Frielingen-Horst-Meyenfeld ist auf ungebrochen hohe Resonanz gestoßen. In diesem Jahr hat sich die Reisegruppe das Schullandheim Rinteln ausgesucht, das direkt über der Stadt am Waldrand liegt.

veröffentlicht am 01.10.2007 um 00:00 Uhr

Mit väterlichem Segen hoch hinaus: Jordan (v.l.), Marvin, Julius

Wenn die Väter mit ihren Kindern gemeinsam in die Welt hinaus ziehen, haben die Mütter ein Wochenende lang frei. Und pünktlich zur Ankunft der 70-köpfigen Gruppe am vorletzten September-Wochenende hat sich der Regen frei genommen und fürs ganze Wochenende der Sonne Platz gemacht! Sofort werden Tischtennisplatten, Kletterbäume, Schaukeln, Basketball- und Bolzplatz auf dem etwa anderthalb Hektar großen Außengelände in Beschlag genommen. Da bleibt den Vätern nichts anderes übrig, als die Betten zu machen und auf der Terrasse den kommenden Tag zu beraten. Ein kurzer Blick zum Himmel - und die Steinzeichen-Rallye ist beschlossene Sache. Zwar ist es ein wenig weiter als der sprichwörtliche Steinwurf entfernt, aber das ehemalige Expo-Projekt in Steinbergen, das als eines der wenigen das Ende der Weltausstellung überlebt hat, lohnt den Besuch: Für Kinder und Jugendliche gibt es hier jede Menge zu entdecken - und sogar etwas zu gewinnen! Nach etwa drei Stunden sind alle Stationen zumindest besichtigt, an einigen Stellen würden die Kinder am liebsten den ganzen Tag verbringen: Garten der Nationen, 3-D-Medientunnel, Naturstein-Kabinett, Haus der Mineralien, Bauhütte mit der Werkstatt für bildende Künste, Schürfstellen und Spielplätze - um nur einige zu nennen - sind allemal interessant genug für eine intensiveNachbetrachtung. Besonderer Höhepunkt: der Jahrtausendblick - Teil des Rätsels und mit seinen 156 Stufen ein skulpturales Treppenbauwerk, das in 250 Metern Höhe auf dem Kamm des Wesergebirges eine fantastische Aussicht in Raum und Zeit gewährt. Am Nachmittag gegen 16 Uhr ist es dann so weit: Anpfiff zum traditionellen Vater-Kind-Fußball-Finale! Auch wenn es viele gute Gründe gibt, die die Väter jetzt anführen: Zu wenig Vorbereitungszeit, keine Testspiele, Verletzungspech, lehmiger Turnierplatz, Rücksicht auf die Kleinen und so weiter - am Ende müssen sie sich mit der Niederlage abfinden. Die Kinder gewinnen - wie schon 2006 - mit knappem Vorsprung: 5:4 heißt es trotz wohlwollender Verlängerung, in der sich die Väter von einem desaströsen 1:4-Rückstand herankämpfen können. Am Ende muss der Grillmeister das Spiel abpfeifen und alle Beteiligten zum gemeinsamen Schmaus vom Platz stellen! Beim gemütlichen Teil zum Abschluss eines turbulenten Tages diskutieren alle die Prognosen für das Spiel im kommenden Jahr. Kontrovers, aber entspannt - und ganz nebenbei drehen Väter und Kinder die Stöcke mit leckerem Brotteig überm Lagerfeuer, fast wie im Wilden Westen. Werüberhaupt noch laufen kann, macht sich am Sonntagmorgen auf den Wanderweg zum liebevoll gehegten Klippenturm auf dem 300 Meter hohen Kamm, gönnt sich nach dem Blick von ganz oben einen Kaffee und seinem Kind ein Eis, tritt gestärkt den Rückweg zum Heim an und freut sich auf seine Frau und sein Zuhause. "Bis zum nächsten Mal!" - sind sich die Kinder einig. Sie freuen sich auf ein Wiedersehen bei der Vater-Kind-Freizeit 2008.



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