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Verkehrsführung geändert / Montag VA

5:2 Stimmen für Pläne zum Bau der Biogasanlage

Hattendorf (la). Auf großes Interesse ist die Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses bei den Einwohnern gestoßen. Mehr als 60 Auetaler, die meisten aus Hattendorf, waren ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen, um zu erfahren, wie sich die Ausschussmitglieder zu den Plänen für die Biogasanlage von Karl-Heinz Oldendorf in der "Lust" entscheiden.

veröffentlicht am 05.05.2007 um 00:00 Uhr

Hauptstreitpunkt beim Biogas: der Anlieferverkehr um Hattendorf.

Einige von ihnen hofften darauf, dass sie sich während der Sitzung dazu äußern konnten, weil sie die Bürgerversammlung verpasst hatten. Ausschussvorsitzender Andreas Watermann hatte daher keinen leichten Stand, unterbrach die Sitzung einige Male, um die Einwohner zu Wort kommen zu lassen. Hauptthema war der zu erwartende Verkehr (wir berichteten). "Aufgrund der Bedenken von den Anwohnern haben wir die Verkehrsführung überarbeitet. Damit ergibt sich kein Verkehrsproblem mehr", teilte Matthias Reinold vom Planungsbüro mit und erntete für diese Aussage schallendes Gelächter von den Anwohnern. Eine Art Ringverkehr sei geplant, um die Lärmbelästigung zu minimieren. Für den Anlieferverkehr, der zu fasteinem Viertel aus Richtung Raden und Antendorf kommen wird, soll danach eine "Einbahnstraßenreglung" erfolgen. Die Fahrzeuge führen beladen über die Straßen "Zur Süntelbuche" und "Die Lust" zur Biogasanlage und dann leer über den Forellenweg und die Hattendorfer Straße zurück, erläuterte Reinold. Die Anlieferung aus dem Gebiet Hattendorf führt über die Langenfelder Straße und auf dem gleichen Weg zurück. Dabei handelt es sich um rund 24 Prozent. Der Rest, ca. 31 Prozent, wird von Langenfeld aus und über "Die Lust" angekarrt. "In der Erntezeit, die nur drei Wochen dauert, werden dies sechs bis acht Fahrten pro Stunde mit 20-Tonnern sein", sagte Reinold. Das sei keine wesentlich größere Verkehrskonzentration als bislang. "Der landwirtschaftliche Verkehr ist während der Erntezeit ohnehin da. Egal ob Mais abgefahren wird oder anderes", meinte Reinold und musste wieder einige Lacher aus dem Publikum einstecken. Außerdem sei die maximale Stromgewinnung der geplanten Anlage von 1,6 auf 1,2 Megawatt reduziert worden. "Das erbringen die eigenen Betriebsflächen, und es ist keine größere Zulieferung notwendig", sagte Reinold. Rolf Wittmann fragte nach, was mit der Abwärme der Anlage geschehen soll. "Die soll für die Trocknung, zum Beispiel von Holzhackschnitzeln und für den eigenen Bedarf genutzt werden. Eventuell können auch andere Haushalte angeschlossen werden", antwortete Reinold. Bei einer Besprechung beim Landkreis Schaumburg, mit allen beteiligten Behörden und den sonstigen Trägern öffentlicher Belange, hat es keine Einwände gegen die geplante Biogasanlage gegeben. Auch die Teillöschung des Landschaftsschutzgebietes war dort kein Problem. Die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses hatten darüber zu entscheiden, ob die Änderung des Flächennutzungsplanes und der Bebauungsplan am Montag dem Verwaltungsausschuss (VA) vorgelegt werden soll oder nicht. Mit 5:2 Stimmen waren die Mitglieder dafür. Lediglich Rolf Wittmann, aus Naturschutzgründen, und Andreas Watermann, der eine Verkehrsführung ohne Einbeziehung der Gemeindestraßen verlangt, waren dagegen. "Das heißt nicht, dass ich gegen die Biogasanlage bin", betonte Watermann. Sollte der VA dem Auslegungsbeschluss am Montag zustimmen, werden die Pläne vier Wochen lang öffentlich ausgelegt.



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