weather-image
27°
Erst nach zweitem Anlauf liegt riesiger Löschwasserbehälter endlich "im Bett"

50-Tonnen-Kran zu schlapp für Tank

Rannenberg (la). Bauamtsleiter Friedhelm Liwack hatte schon geahnt, dass es schwierig werden würde, den zwölf Tonnen schweren und 16 Meter langen Löschwassertank von einem Transporter mit Hilfe eines Autokrans in das vorbereitete 18 Meter lange, vier Meter breite und vier Meter tiefe Loch hinter dem Dorfgemeinschaftshaus zu hieven - und er sollte Recht behalten.

veröffentlicht am 16.11.2007 um 00:00 Uhr

Stunden später: Gleich wird die Lage des Tanks von Bauhofmitarbe

Das schwarze Ungetüm war bereits um Mitternacht in Rannenberg eingetroffen - der Fahrer wollte unbedingt pünktlich sein, denn gestern Morgen um acht Uhr sollte der Behälter an den Ort seiner Bestimmung gesetzt werden. Doch die Firma Helper hatte noch mit einigen Widrigkeiten zu kämpfen. Das Loch war noch nicht ganz ausgehoben, und der Erdboden musste noch mit Sand angefüllt werden. So verzögerte sich die Aktion um gut eine Stunde. Gegen 9.30 Uhr konnte dann der Autokran der Firma Bredemeier anrücken, der auf Abruf bereit stand. Liwack hatte sich zuvor mit Firmenmitarbeitern alles angeschaut und darauf aufmerksam gemacht, dass die Straße, in der Kran und Transporter stehen sollten, sehr abschüssig ist. "Unser 50-Tonner schafft das schon", hatte man ihm dort gesagt, doch es kam anders. Der Autokran stand an der Gefällestraße - darunter der Transporter mit dem Löschwassertank, der an mächtige Ketten gehängt wurde. Doch der Kran war zu "schlapp" für den zwölf Tonnen schweren Tank. Durch das Gefälle der Straße "In der Reete" hob der Autokran beim Versuch, den Tank anzuheben,regelrecht ab. Die Aktion musste abgebrochen werden. Die Firma Bredemeier forderte einen 80-Tonnen-Autokran aus Hannover an. Damit war es dann gut eine Stunde später kein Problem mehr. Schon kurz nach Eintreffen des Retters in der Not schwebte das künftige Löschwasserbehältnis in der Luft und wurde mit Unterstützung von Bauhofmitarbeitern punktgenau in das "gemachte Bett" gelegt. Dessen Fassungsvermögen von 100 Kubikmetern soll in Zukunft die Löschwasserversorgung in Rannenberg sichern. Zwei Entnahmemöglichkeiten stehen der Feuerwehr an der "Rannenberger Straße" und "In der Reete" zur Verfügung. Von dort aus können bei einem Radius von 300 Metern fast alle Gebäude in Rannenberg erreicht werden. Zusätzlich wird die Zisterne an der Rannenberger Straße mit einem Saugstutzen versehen, damit hier zusätzlich eine reibungslose Wasserentnahme aus der Quelle erfolgen kann.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare