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Leerstands-Kataster der Samtgemeinde: Neue Nutzungskonzepte sind gefragt

49 Objekte sind verlassen

Samtgemeinde Niedernwöhren. 47 Wohnungen und zwei Gewerbeobjekte stehen in der Samtgemeinde Niedernwöhren leer. Dieses Ergebnis liefert das Leerstands-Kataster, das die Samtgemeinde erstellt hat, um das Ausmaß des demografischen Wandels in konkreten Zahlen erfassen zu können.

veröffentlicht am 23.04.2014 um 19:34 Uhr

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Autor:

kirsten Elschner

„Nicht dramatisch, aber auch nichts, worüber wir einfach hinwegsehen können“, so beurteilt Samtgemeindebürgermeister Marc Busse die Zahlen. Dass allein an der Hauptstraße in Wiedensahl zehn Objekte leerstehen, sei durchaus etwas, um das sich auch die Samtgemeinde sorgen müsse. Allerdings tritt diese hier nicht als Makler, sondern vielmehr als Vermittler auf.

Wirkliche Ausreißer unter den Mitgliedsgemeinden gibt es zahlenmäßig nicht. Außer Wiedensahl kommen auch die etwas größeren Gemeinden Niedernwöhren und Meerbeck auf jeweils zehn leere Wohnobjekte. In Nordsehl sind es sechs, in Lauenhagen sieben und in Pollhagen vier. Die beiden Gewerbeobjekte liegen in Niedernwöhren und Pollhagen. Hundertprozentig verlässlich sind die Zahlen nach Angaben der Verwaltung allerdings nicht.

Den Antrag für die Erstellung des Katasters hatte der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Samtgemeinderates im vergangenen Jahr gestellt (wir berichteten). Für den Ausschussvorsitzenden Friedrich Wilharm (CDU) bietet es die Grundlage, auf der die Samtgemeinde sowie die Mitgliedsgemeinden jetzt neue Nutzungsmöglichkeiten erarbeiten müssten. Die Art der Leerstände beschreibt Wilharm als eine „bunte Mischung“ von Bauernhöfen bis hin zu Einfamilienhäusern mit Stallungen aus den dreißiger Jahren.

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Die Erfassung war nur der erste Schritt. Jetzt geht es darum, die rechtliche und die tatsächliche Verfügbarkeit der Grundstücke und Objekte zu klären und mit den Anliegern und möglichen Investoren ins Gespräch zu kommen. Denn ohne die Besitzer könne die Samtgemeinde sowieso nicht aktiv werden. „Wir betreiben keinen Handel mit leer stehenden Objekten“, betont Wilharm. Die Samtgemeinde könne lediglich Initiativen anstoßen. Was die Nachnutzung der einzelnen Leerstände angeht, seien viele Möglichkeiten denkbar. Mehrgenerationenhäuser könnten eine Option sein, aber auch Familien aus städtischen Bereichen in die Samtgemeinde zu locken, sei aus sozialpolitischen Gesichtspunkten wünschenswert. Dann, so Wilharm, müssten aber auch die entsprechenden Infrastrukturen geschaffen werden.

Das Thema Senioren und betreutes Wohnen sprach auch Busse als eine Option an, denn so etwas gebe es in der Samtgemeinde mit Ausnahme einer privaten Senioren-WG in Niedernwöhren bislang nicht. Dafür müssten jedoch private Investoren gefunden werden.

Die nächste Sitzung zum Thema ist Wilharm zufolge für Mai/Juni angesetzt.



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