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Bürgermeister jetzt Bürgermeister-Kandidat / Thema Familienpolitik

48 Ja-Stimmen, eine Nein-Stimme: Rintelns SPD nominiert Buchholz

Rinteln (crs). Jetzt ist es offiziell: Karl-Heinz Buchholz geht für die Rintelner SPD als Bürgermeisterkandidat in den Kommunalwahlkampf. Mit 48 Stimmen bei einer Gegenstimme ist der amtierende Bürgermeister gestern Abend von der Mitgliederversammlung des Stadtverbandes für die Wahl am 10. September nominiert worden. Mit stehenden Ovationen feierten die Genossen ihren Spitzenkandidaten - und der freute sich sichtlich über das Vertrauen.

veröffentlicht am 20.05.2006 um 00:00 Uhr

"Viel getan, viel zu tun" - unter dieses Motto stellte der 55-jährige Möllenbecker seine erneute Bewerbung um das Bürgermeister-Amt. Ein klarer Schwerpunkt für den beginnenden Wahlkampf kristallisierte sich dabei schnell heraus: Familienpolitik. Als eine der zentralen Zukunftsaufgaben nannte Buchholz denn auch die Verbesserung der Betreuungssituation von Kindern in allen Altersstufen: "Wer mehr kleine Rintelner will, muss dafür sorgen, dass Familie und Beruf wirklich miteinander vereinbar sind." Da liegt die Partei mit ihrem Kandidaten auf einer Linie: Für dieses erklärte Ziel gab es von der Versammlung anhaltenden Zwischenapplaus. Um der absehbaren Veränderung in der Altersstruktur der Bevölkerung - auch vor dem Hintergrund der Pestel-Studie (wir berichteten) - nicht hilflos gegenüber zu stehen, forderte Buchholz insgesamt eine vorausschauende Stadtpolitik. So müsse sich die Politik auch intensiver mit der Frage befassen, wie dem Bedürfnis älterer Mitbürger nach citynahen Wohnungen Rechnung getragen werden könne. Neben der Familienförderung soll ein zweiter Punkt im Zentrum des Wahlkampfes stehen: die gleichberechtigte Entwicklung der Ortsteile. "Wir müssen die Dorferneuerungen vorantreiben und durch unser Handeln deutlich machen, dass Rinteln aus 18 Ortsteilen besteht", forderte Buchholz. Bei allen Plänen für die Zukunft räumte Buchholz jedoch zugleich ein, dass die Gestaltungsspielräume einer Kommune bei der immer schwieriger werdenden finanziellen Lage enger werden. "Wir müssen bereit sein, Standards zu senken, gleichzeitig aber auch die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt aktiv gestalten." Denn eines gilt nach seiner Auffassung für ganz Rinteln, für die Kernstadt wie für die Ortsteile: "Rinteln vermittelt ein positives Lebensgefühl." Damit das so bleibe, schloss Buchholz, "möchte ich in den nächsten Jahren für meine Heimatstadt arbeiten".

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