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Stiftungen erwerben "Wiedensahler Skizzenbuch" aus Privatbesitz / Am 15. April zu sehen

46 Original-Skizzen von Wilhelm Busch

Landkreis (to). Einige Schaumburger Einrichtungen sind um 25 000 Euroärmer, aber der Kreis ist um ein Kunststück reicher. Streng genommen um mehrere. Vertreter der Kulturstiftung Schaumburg, der Sparkassenstiftung, der "Schaumburger Landschaft" und der Wilhelm-Busch-Stiftung Wiedensahl haben Buschs "Wiedensahler Skizzenbuch" vorgestellt, das sie jetzt für 25 000 Euro aus Privatbesitz erworben haben.

veröffentlicht am 29.03.2008 um 00:00 Uhr

Mehr als 40 solcher Skizzenblätter haben die Schaumburger Stiftu

"Es war ein ziemlicher Kraftakt", beschreibt Sigmund Graf Adelmann, Geschäftsführer der "Schaumburger Landschaft" und Kopf der Kulturstiftung Schaumburg den Kauf des kleinen Skizzenbuches. Nicht ganz vollständig sei es obendrein und offenkundig bereits früh nach Buschs Tod vor 100 Jahren zerteilt und versilbert worden. Nun aber hat die Kulturstiftung Schaumburg das 46 Blätter umfassende Skizzenbuch erworben und will dieses fortan in Schaumburg ausstellen. "Dauernd zeigen kann man es nicht", meint Adelmann, aber zwei bis drei Wochen jährlich sei es schon möglich. Schuld an der kurzen Ausstellungsdauer ist der Zustand der Skizzenblätter: etwas vergilbt, altes Papier, das der Schonung bedarf- aber eben Busch-Originale, und das "ist eine Freude, weil es in Schaumburg bleibt", meint Eva Burdorf, die sich mit Adelmann die Leitung der Kulturstiftung Schaumburg teilt. Den Titel hat die Zeichenkladde - insgesamt 16 Skizzenbücher sind bekannt - von Busch selber bekommen, der Entsprechendes auf dem Vorsatzpapier des kleinen Bandes notiert hatte. Zu sehen sind auf den 46 Blättern zahlreiche Portraitskizzen, Motive aus Wiedensahl und Umgebung, ebenso Szenen aus Hameln und dem weiteren Weserbergland. Die meisten dieser Zeichnungen sind - das sei einem Brief Buschs an den Hamelner Heraldiker Friedrich Warnecke zu entnehmen, heißt es in einem Werkverzeichnis - zwischen 1855 und 1857 entstanden. Angestoßen hatte den Ankauf die hannoversche Wilhelm-Busch-Gesellschaft, die sich nicht imstande sah, selber neuer Eigentümer zu werden, aber den Schauburger Käufern sehr wohl die Echtheit der Skizzen versichern konnte. DerÖffentlichkeit sollen einige Skizzen bereits am 15. April - Buschs Geburtstag - zugänglich gemacht werden. Um 18 Uhr wird die kleine Bilderschau dann im Wilhelm-Busch-Geburtshaus in Wiedensahl eröffnet.



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