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Keine Hinweise auf Fremdverschulden

44-Jähriger liegt tagelang tot in seiner Wohnung

Obernkirchen (rnk). Mehrere Tage hat ein 44-Jähriger tot ins seiner Wohnung im Stadtzentrum gelegen, ehe er durch die Polizei aufgefunden wurde.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 11:55 Uhr

Wie die Polizei gestern mitteilte, hat der Mann die letzten zwei Jahre nach dem Tod seiner Lebensgefährtin allein verbracht. Kontakt hatte er lediglich zu seiner in Kleinenbremen lebenden Mutter, bei der er sich regelmäßig alle paar Tage meldete. Zuletzt hatte der stark alkoholabhängige Mann am 16. Juli mit seiner Mutter Kontakt. Als sie nichts mehr von ihrem Sohn hörte, schaltete sie am letzten Sonnabend die Polizei ein. Selber nachschauen konnte sie nicht, wie sie später der Polizei gegenüber angab: Als Hartz IV-Empfängerin habe sie nicht das notwendige Geld für dieBusfahrkarte. Die Polizei suchte daraufhin zunächst den zuständigen Hausmeister auf und erhielt so den Schlüssel für das Haus, aber nicht für die Wohnung, wie die Polizei gestern mitteilte. Doch schon im Hausflur bemerkte der Beamte den typischen Leichengeruch. Ein Schlüsseldienst wurde daraufhin angefordert, der die Wohnungstür öffnete. Die schlimmen Befürchtungen bewahrheiteten sich: Der Mann lag tot im Wohnzimmer. Die Auflösungserscheinungen an der Leiche ließen vermuten, dass er schon vor mehreren Tagen verstorben war. Ein Bestatter wurde nach Rücksprache mit der Mutter von der Polizei informiert, der Leichnam dann aus dem Haus transportiert. Hinweise auf Fremdverschulden gibt es nach Angaben der Polizei Obernkirchen nicht. In den letzten Tagen wurde die Wohnung geräumt - mit Vollanzug und Atemschutz.

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