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Förderverein Museum Börry: Bilanz

4100 Besucher auf 34 Führungen

BÖRRY. Das Museum für Landtechnik und Landarbeit ist so beliebt, dass, sich die Verantwortlichen und insbesondere Museumswart Dieter Brockmann immer auf viele Interessierte freuen können, die im Rahmen von Führungen und Veranstaltungen noch mal erleben wollen, wie es früher auf dem Lande war.

veröffentlicht am 13.04.2017 um 00:00 Uhr

Rainer Vespermann, Rolf Keller (1. Vorsitzender), Doris Feuerhake, Volker Meyer, Axel Bohne und Dieter Brockmann (Museumswart)(v.li.)Foto:Tis
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Friedrich-Wilhelm Thies Reporter

Dem 1. Vorsitzenden des Museumsvereins, Rolf Keller, blieb es vorbehalten, über die Vielzahl von Veranstaltungen zu berichten – von der Saisoneröffnung am 2. April bis zum Adventsmarkt am 25. November. Dazwischen lagen Termine wie die Teilnahme am Felgenfest, um in Kirchohsen Werbung zu machen, oder das Erntefest mit dem Thema „Hauswirtschaft früher“. Natürlich gab es den Handwerkertag mit Vorführungen der alten Handwerkstechniken. „Das Backhausfest, das erstmals im Rahmen einer Museumsnacht auf Initiative der kreisweit tätigen ,Museumslandschaft Hameln-Pyrmont‘ stattfand, litt leider etwas unter dem Regen“, stellte Rolf Keller fest. Und das Rasenmäher-Geschicklichkeitsrennen, das zusammen mit einem Hof-Flohmarkt im Dorf durchgeführt wurde, litt unter einem Radrennen, ärgerte sich der 1. Vorsitzende.

Museumswart Dieter Brockmann verwies auf 34 Führungen mit rund 4100 Besuchern, bei den insbesondere Kindern, aber auch vielen Erwachsenengruppen das frühere Leben auf dem Lande nahegebracht wurde. Der Museumswart berichtete weiter über die Reparaturen und Anschaffungen im Jahr 2016. Bei den größeren Geräten wurde ein Ackerschlepper „Schlüter D 15“ von Grund auf restauriert und erstrahlt nun im neuen Glanz. Weiter wurde der „Lanz Bulldog“ zerlegt und erhielt einen neuen Kühler. „Jetzt läuft er superklasse und bullert vor sich hin“, meinte Dieter Brockmann. Aus Sabbenhausen erhielt das Museum einen Mistlader, der ebenfalls aufgearbeitet wurde. Tüftler Brockmann: „Der funktioniert ebenfalls wieder einwandfrei und wer will, kann sich da mal als Baggerfahrer erproben.“ Eine wertvolle Hilfe bei allen Arbeiten sei Detlef Söhlke als Schlosser, der über eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme im Museum tätig ist, aber laut dem Museumswart auch ganz viel Freizeit beim Werkeln mit einbringt.

Für die Ausstellung konnte im vergangenen Jahr auch eine alte Frisörstube mit vielen Utensilien aus Bisperode erworben werden. „So etwas hatten wir noch gar nicht. Und Frisör muss früher ein einträgliches Geschäft gewesen sein. Denn man hat mir beim Abholen erzählt, der Frisör hätte sich von seinen Einnahmen damals ein Haus bauen können – beachtlich“, stellte Brockmann mit einem Schmunzeln fest. Der Museumswart hob hervor: „Mein Dank geht an das Ehepaar Schneider aus Hameln, die unsere Vitrinen immer so liebevoll und uneigennützig mit neuen Ausstellungstücken gestalten.“

Inzwischen gibt es auch Viehzeug auf dem Museumsgelände. „Unsere Hühner sollen noch einen Hahn bekommen. Viele Kinder lernen diese Tiere hier das erste Mal kennen“, wunderte sich Dieter Brockmann. Deshalb möchte er auch die Anregung aufnehmen und beim Erntedankfest mal einen Streichelzoo einrichten.

Da der Verein erst seit 37 Jahren besteht, könne man derzeit auch nur Ehrungen für 25 Jahre vergeben, merkte der 1. Vorsitzende an. Doch zunächst wurden Doris Feuerhake, die auch zur Kassenprüferin gewählt wurde, und Rolf Keller selbst für 25 Jahre Mitgliedschaft im Förderverein mit Urkunde, Luftbild und einem leckeren Tropfen geehrt. Neben James Palmer für den Landkreis und Elmar Günzel als Erster Gemeinderat für die Gemeinde Emmerthal, die das große ehrenamtliche und vorbildliche Engagement in Börry beim Museum lobten, wandte sich Doris Feuerhake direkt an Dieter Brockmann: „Ich höre immer wieder, wie toll sie gerade die Kinder durchs Museum führen. Das ist mal ein ausdrückliches Lob wert.“

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