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Auffahrunfall mit vier Lkw auf der A 2: Fahrer eingeklemmt / 20 Kilometer Stau auf der Autobahn - Chaos im Landkreis

40-jähriger Lkw-Fahrer kann zweiten Geburtstag feiern

Auetal/Landkreis (la). Ein 40-jähriger Lkw-Fahrer kann in Zukunft am 13. Mai seinen zweiten Geburtstag feiern. Nachdem der Mann gestern Morgen nach einem Auffahrunfall knapp eine Stunde lang in seinem völlig zusammengedrückten Führerhaus eingeklemmt war und nur mit schwerem Gerät befreit werden konnte, stellte sich heraus, dass er lediglich leicht verletzt war. Auf eine harte Geduldsprobe wurden im Anschluss etliche Verkehrsteilnehmer gestellt: Die A 2 in Richtung Dortmund war erst am Nachmittag wieder komplett freigegeben, der Verkehr staute sich auch auf den Umleitungsstrecken gewaltig.

veröffentlicht am 14.05.2008 um 00:00 Uhr

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Gestern Morgen gegen 7.20 Uhr waren die Feuerwehren des Zuges Auetal-Mitte alarmiert worden. Ein Auffahrunfall mit vier Lastwagen und drei eingeklemmten Personen kurz vor der Einfahrt in die Baustelle auf der A 2 in Richtung Dortmund war gemeldet worden. Neben den Feuerwehren kamen vier Notarztwagen zur Unfallstelle, auch der Rettungshubschrauber landete. Der 40-jährige Lastwagenfahrer hatte den Rückstau vor der Baustelle zu spät bemerkt und fuhr auf das stehende Lkw-Gespann eines 34-Jährigen auf, der leere Bierdosen geladen hatte. Durch den Aufprall wurde das Gespann auf einen davor stehenden Sattelzug eines 48-Jährigen geschoben und dieser dann auf einen Sattelzug eines 29-Jährigen. Es stellte sich schnell heraus, dass nur der 40-jährige Lkw-Fahrer in seinem Führerhaus eingeklemmt war. Der 34-Jährige konnte sein Fahrzeug mit leichten Verletzungen selbst verlassen, die weiteren Beteiligten waren unverletzt. Durch das Seitenfenster des völlig zerstörten Führerhauses nahm der Notarzt die Erstversorgung des Verletzten vor und dann kamen die Feuerwehrkräfte mit Spreizern, Scheren und Rettungszylindern zum Auseinanderdrücken der Fahrerkabine zum Einsatz. Knapp eine Stunde dauerte es, bis der Mann befreit war. Er wurde aus dem Führerhaus getragen, stand dann auf der Rettungsbrücke der Feuerwehr und umarmte den Notarzt. Danach zeigte er mit beiden Daumen nach oben, um den Einsatzkräften zu signalisieren, dass es ihm gut gehe, und um sich zu bedanken. Schließlich wurde er leicht verletzt zum Krankenwagen getragen. "Da müssen gleich mehrere Schutzengel im Tiefflug über dem Auetal unterwegs gewesen sein", meinte Ulrich Böhne von der Feuerwehr Rehren/Westerwald. "Der Lastwagenfahrer kann ab sofort zwei Mal im Jahr Geburtstag feiern", sagte Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Nothold. Alle Einsatzkräfte waren erleichtert, dass dieser Unfall so glimpflich verlaufen ist. Der Sachschaden beträgt allerdings etwa 165 000 Euro. Viele Verkehrsteilnehmer, darunter auch Rückreisende aus den Pfingstferien, wurden gestern auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Die Aufräumarbeiten auf der Autobahn dauerten bis 14.45 Uhr und der Verkehr staute sich bis dahin auf einer Länge von mehr als 20 Kilometern. Auch die Umleitungsstrecken waren völlig überlastet. Auf dem Auetal-Highway ging auch am späten Nachmittag nichts mehr. Selbst als der Verkehr auf der A 2 am Nachmittag ab Lauenau wieder rollte, stauten sich auf der Landesstraße die Lastwagen und Autos von Bad Nenndorf bis zur Auffahrt Bad Eilsen. Im Radio wurde noch immer ein 18 Kilometer langer Stau zwischen Bad Nenndorf und Bad Eilsen angesagt. Laut Auskunft der Autobahnpolizei in Garbsen war die Freigabe der Strecke zwar bereits um 14.40 Uhr weitergegeben worden - aber die Radiosender reagierten nicht darauf.



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