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Kunstprojekt am Fluss macht Fortschritte: Techniker und Wasserschifffahrtsamt prüfen

4000 Liter Wasser schießen über den Fluss

Rinteln (ur). Symbolträchtig sind jetzt an der Weser unmittelbar neben dem Weser-angerbad von Künstler Eg Witt und Mitgliedern des Förderkreises die Pflöcke eingeschlagen worden für das Kunstprojekt "Der Strahl".

veröffentlicht am 13.02.2008 um 00:00 Uhr

Von dieser Stelle aus soll zu regelmäßigen Tageszeiten ein deutl

Zunächst von manchen als kaum realisierbares Projekt abgeschrieben, hat sich die Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit Witts und seiner Unterstützer wieder einmal bewährt, allen Skeptikern zum Trotze. Noch in dieser Woche wird auf Vermittlung von Christoph Ehleben aus Exten ein Mitarbeiter des feuerwehrtechnischen Betriebs Alco aus Frankfurt nach Rinteln kommen, um die Daten für die Realisierung des Vorhabens aufzunehmen. Immerhin will der Künstler von dieser Stelle aus zu regelmäßigen Tageszeiten einen deutlich sichtbaren und aus der Weser angesaugten Wasserstrahl über eine Strecke von 80 bis 90 Metern auf die andere Seite des Stroms schicken und damit eine lebendige Brücke der Elemente gestalten. Dreimal täglich soll dieser Kreislauf per Hohlstrahl hergestellt werden, mit 3000 bis 4000 Litern angesaugtem Weserwasser pro Durchgang soll man das Schauspiel für drei Minuten über den Fluss oszillierend erleben können - jeweils ausgelöst durch den offiziellen "Wasserstrahlmeister". Um die Genehmigung für das Projekt zu bekommen, musste zunächst das Wasserschifffahrtsamt in Minden überzeugt werden, dass von dem Wasserbogen keine Gefährdung der Schifffahrt ausgeht. Bedenken gab es noch wegen des Strahlnebels, der auf die Passagiere von Weserschiffen oder auch auf Kanuten herabwehen könnte: "Das ist aber doch gerade das, was man am Niagarafall, bei Wildwasserfahrten auf der Kirmes oder anderen Gelegenheiten sucht", ist Witt zuversichtlich. Verabschieden musste man sich bei dieser Gelegenheit auch von der Vision eines ganzjährigen Betriebs der Anlage: Um Störungen des Strömungsverhaltens bei Hochwasser zu vermeiden, wird die Anlage im Herbst "winterfest" gemacht und bis zur Grundfläche des Technikaufbaus abmontiert, damit bei Hochwasser kein Treibgut hängen bleiben kann. Zum Frühlingserwachen heißt es dann aber wieder "Wasser marsch". Wie Wolfgang Stoff als "Sponsorenwerber" mitteilte, ist die Finanzierung zwar noch nicht ganz abgesichert: "Aber wir sind auf dem richtigen Wege!" Wer sich in die Realisierung mit Rat und Tat und gern auch Bargeld einklinken will, ist nach wie vor herzlich dazu eingeladen: "Das wird ein tolles Geschenk an die Stadt und ihre Gäste!" Interessante Idee für die Kostendeckung des laufenden Betriebs: "Wir könnten ja die einzelnen Strahlbrücken irgendjemandem widmen lassen, der damit für einen Zehner oder so einen Freund zum Geburtstag oder die Ehefrau zum Hochzeitstag ehren will - mit Nennung auf einer Kreidetafel am Ufer!" Ein Problem tauchte zwischendurch auf: Die geplante Fortsetzung des Radwanderwegs direkt am Uferüber das Schwimmbad-Areal. Witt dazu: "Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz, der die Sache als Beitrag zum Stadtmarketing versteht, hat uns wissen lassen, dass er darin keinen Stolperstein für unser Projekt sieht! Wir sind da gemeinsam ins Gelingen verliebt..."



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