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"Casala-Objektmöbel" legt legendäre Stuhlserie neu auf / Erfolg auf der Möbelmesse in Köln

37 Jahre jung: "Casalino" geht wieder in Serie

Lauenau (nah). Das vor anderthalb Jahren in Lauenau neu gegründete Unternehmen "Casala-Objektmöbel" hat auf der Internationalen Möbelmesse in Köln für besondere Aufmerksamkeit gesorgt. Außer der Qualifikation für einen Stand in der "Designer-Halle" überraschte die heute von den Niederlanden aus geführte Firma mit der Neuauflage eines vor 37 Jahren erfolgreich eingeführten Produkts: Der legendäre "Casalino" geht nahezu unverändert in Serie.

veröffentlicht am 04.02.2008 um 00:00 Uhr

Neuauflage nach 37 Jahren: "Casala-Objektmöbel"-Prokurist Jürgen

Geschäftsführer René Wulterkens und der Lauenauer Prokurist Jürgen Schröder sind voller Freude über den Messeerfolg. Die Entscheidung, sich mitten in der vorwiegend für den Wohnbereich konzipierten Ausstellung zu präsentieren, sei der richtige Schritt gewesen: "Unser Ziel war es, Architekten undandere interessierte Kunden für unsere Objektmöbel zu gewinnen", erklärte Wulterkens. Auch deshalb habe sich das Unternehmen mit seiner Produktpalette für die in ihrer Art neu projektierte "Designer-Halle" beworben. "Unsere Kollektion fand Anerkennung", freute sich Schröder. An der Messe in Köln hat "Casala" nun schon zum dritten Mal hintereinander teilgenommen. "Die alte Firma", erinnert sich Schröder, "war seit 1989 nicht mehr dort". Neben dem Interesse an denübrigen, vorwiegend in den Niederlanden produzierten Produkten galt die besondere Aufmerksamkeit der Standbesucher dem "Casalino". Der aus Kunststoff gespritzte Stuhl mit seinen markanten Rundungen hatte um 1970 seinen Siegeszug buchstäblich um die Welt angetreten. Vieltausendfach wurden Stühle in verschiedenen Formen und Farben weltweit produziert. "Der steht immer noch in vielen Gärten und auf Terrassen", weiß Schröder. Zwar sei die alte Form vom ehemaligen Lauenauer Unternehmen einst verkauft worden. Doch der Stuhl wurde nie weiterproduziert; nun hat die neue Firma die ehemaligen Rechte wieder erworben. Wulterkens ist vom "Casalino" geradezu begeistert: "Das ist eher eine Skulptur als ein Stuhl", begründet er das neu erwachte Interesse. Allein auf der Messe sind bereits 25 sogenannte Ausstellungspakete an Büro- und Objektmöbellieferanten verkauft worden: Darin sind die fünf Modelle in verschiedenen Farben und Ausführungen enthalten. Noch mehr freuten sich die "Casala"-Verantwortlichen darüber, dass ein Unternehmen im hessischen Biedenkopf den "Casalino" produzieren kann. Dort war vor 37 Jahren die erste Form entstanden. Derzeit entstehen 15 000 Einheiten, um die einsetzende Nachfrage rasch befriedigen zu können. Es sind neben dem klassischen Stuhl für Kantine, Wartezimmer, Museum oder Terrasse auch Mini-Ausfertigungen für Kindergärten oder auch Hocker zum Beispiel für Nasszellen. Für Wulterkens rechnet sich die Neuauflage, weil das Produkt nur geringe Entwicklungskosten verursacht: "Vor 37 Jahren sind in das Modell bereits zwei Millionen Mark investiert worden", erinnert er sich, "das war für die damaligen Verhältnisse eine Menge Geld". Der Geschäftsführer ist zufriedenmit dem "Casala"-Neustart in Deutschland. "Wir sind schon ein bisschen weiter als unser ursprünglich gestecktes Ziel", verrät er auf Anfrage. Das Vertreternetz musste bereits aufgestockt werden. Die Kooperation mit einer Hamburger Marketingfirma trägt erste Früchte. Und: Das Unternehmen schaut bereits auf die nächste Messe. Vom 12. bis zum 14. Februar findet in Hannover eine Fachausstellung für die Altenpflege statt. Auf 180 Quadratmetern wird "Casala-Objektmöbel" zum ersten Mal dabei sein. Neben Stahlrohr und Kunststoff werden als Premiere zwei komplett aus Buche gefertigte neue Stühle zu sehen sein. Wo sie produziert werden, steht noch nicht ganz fest. Wulterkens will nicht ausschließen, dass es vielleicht sogar im Sünteltal sein könnte.



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