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Feuerwehrübung auf dem Hof Tecklenburg

36 000 Liter Löschwasser "retten" Kinder und Kuhstall

Luhden (mig). Viel Lärm um "nichts": eine Übung der Samtgemeindefeuerwehr Eilsen schreckte die Luhdener Bürger am Donnerstag um 19.13 Uhr aus dem Feierabend. In allen Ortsteilen schrillten Sirenen, aus Luhden, Buchholz, Bad Eilsen und Ahnsen rückten vollbesetzte Löschfahrzeuge zum "Brandherd" auf dem Winterberg. Mit dem Übungsszenario wollte die Einsatzleitung unter anderem testen, ob der neuangelegte Löschteich am Stall der Familie Tecklenburg allen Anforderungen genügt.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 09:57 Uhr

Zugleich: die Feuerwehrleute schleppen den Schlauch zum Löschtei

Dort wurden die 35 Feuerwehrleute schon vonÜbungsleiter Jürgen Diekmann (Brandmeister Ortsfeuerwehr Luhden) und Samtgemeindebrandmeister Hartmut Krause erwartet. Punkt 19.13 Uhr hatte Diekmann bei der Leitstelle angerufen und damit den Notruf ausgelöst. Dann ging alles Schlag auf Schlag. Obwohl kurz vorher noch ein anderer Einsatz gefahren worden war, war das erste Löschfahrzeug schon sechs Minuten später vor Ort. Durch die digitalen Meldeempfänger waren die Brandschützer schon vor dem Eintreffen informiert worden: angeblich waren bei Schweißarbeiten Kunststoffkanister in Brand geraten. Weil auch Menschen in Gefahr waren, rückten die Atemschutzträger schnell in das Haus vor und fanden - beobachtet von verwunderten Kühen - zwei Kinder und einen Erwachsenen. Anschließend wurde die "brennende" Holzkonstruktion des Stalles mit Teich-Wasser gelöscht. "Wir wollten schauen, wie viel Wasser sich im Löschteich befindet", erläuterte Krause, warum seine Leute den Regenwasser-See fast bis zum Grund auspumpten. Nach dem Einsatz stand fest: der kleine Tümpel stellt etwa 36 000 Liter zur Verfügung; das reicht für eine halbe Stunde "Wasser marsch". "Die Wasserversorgung vom Hydranten und aus dem Löschteich hat gut geklappt, wie auch der Innenangriff und die Menschenrettung. Wir hatten genug Leute und Atemschutzträger", zog Krause nach einer Stunde ein "rundum positives" Fazit. Der vor eineinhalb Jahren angelegte Löschteich habe sich bewährt, wenn es richtig "knistert", würde er gebraucht. Auch Marina Tecklenburg zeigte sich begeistert von der Truppe. Wegen eines Brandes vor zwei Jahren hatte sie zunächst ein "mulmiges Gefühl", aber: "Der Einsatz gibt einem Sicherheit". Als "Dankeschön" wurde gegrillt.



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