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Bürgerbataillon feiert vor der Stadtkirche / Stadtmajor betont zukunftsweisende neue Wege

325 Jahre wird geschossen - und in Zukunft auch

Bückeburg (jp). 325 Jahre Bürgerschießen in Bückeburg hat das Bürgerbataillon mit einem großen Frühschoppen in der Fußgängerzone gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein versa mmelten sich gestern Morgen Hunderte Bataillonsangehörige vor der Stadtkirche, um bei einem schmackhaften Mollenfrühstück von Festwirt Michael Vogt (Le Bistro) und zur Musik des Blasorchesters des TSV Krainhagen gebührend zu feiern. Stadtmajor Rolf Netzer konnte unter den Gästen unter anderem Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, Bürgermeister Reiner Brombach, Ehrenstadtmajor Siegfried Klein sowie zahlreiche Vertreter befreundeter Bataillone aus den Nachbarstädten begrüßen.

veröffentlicht am 09.06.2008 um 00:00 Uhr

Stephan Spechtüberreicht den Degen des Adjutanten an Reiner Walt

Im Rahmen eines kurzen, historischen Abrissesüber die Geschichte des Bürgerschießens verwies Netzer auf die Verbundenheit des Bürgerbataillons mit dem Fürstenhaus. "Seit 325 Jahren können wir das Bürgerschießen in einem Atemzug mit dem Fürstenhaus nennen." Eng und freundschaftlich sei man aber auch der Heeresfliegerwaffenschule verbunden. Heute seien Erhaltung der Tradition und Pflege der Nachbarschaft die Basis, auf denen das Bataillon arbeite. Wie die Stadt Bückeburg auch beschreite das Bürgerbataillon zukunftsweisende neue Wege, um auch künftigen Generationen erhalten zu bleiben. Auch wenn der dunkle Anzug mit Zylinder weiterhin als Zeichen der Tradition gepflegt werde, könne auch jeder in Zivil an den Aktivitäten des Bataillon teilnehmen. Auch Bürger anderer Staatsangehörigkeiten seien herzlich willkommen. "Sprechen Sie uns ohne Hemmungen an!" Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe, der selbst in London weilte, wandte sich in einem von Adjutant Reiner Walter verlesenen Grußwort an das Bürgerbataillon. "Bereits mein Großvater Wolrad und mein Vater Philipp-Ernst waren Mitglieder des Bürgerbataillons und stolz darauf, zu dieser Gemeinschaft zu gehören. Auch ich betrachte es als Freude und Ehre, einer der Ihren zu sein." Das Bürgerbataillon habe dem Fürstenhaus in Freude und in Trauer immer zur Seite gestanden. Als Beispiele nannte Fürst Alexander seine Hochzeit sowie die Trauerfeierlichkeiten für seinen Vater. Grußworte gab es außerdem von Bürgermeister Reiner Brombach, Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier sowie Oberstleutnant Andreas Henne als Vertreter der Heeresfliegerwaffenschule. Den Frühschoppen nahm das Bürgerbataillon als Rahmen für einen wichtigen Wechsel im Vorstand: Der Degen des Adjutanten wechselte von Stephan Specht, der dieses Amt seit 1997 innehatte, zu Reiner Walter. Specht hatte sich auf der vergangenen Hauptversammlung nicht mehr zur Wiederwahl gestellt, um sich ganz auf sein Engagement bei den Pfadfindern konzentrieren zu können. "Wir verlieren mit Stephan Specht einen Mann im Vorstand, der überall enorm hohes Ansehen genießt", bedauerte Stadtmajor Rolf Netzer. "Stephan hat allen gezeigt, dass er der richtige Mann für dieses Ehrenamt war." Als Anerkennung erhielt der scheidende Adju von Netzer den Verdienstorden des Bürgerbataillons I. Klasse überreicht. Der so Geehrte bedankte sich beim Bataillon für die vielen Höhepunkte, die er im Rahmen seiner elfjährigen Arbeit habe erleben dürfen, und verabschiedete sich launig drapiert mit schwarz-rot-goldener Perücke: "Der Adju macht jetzt Feierabend!" Einen Blumenstrauß gab es für Ehefrau Birgit Specht.



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