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Volles Haus beim Matjesessen im "Ratskeller"

300 Kilo Fisch vertilgt

Rodenberg (ede). Das dritte Matjesfest in Folge hat dem "Ratskeller" am Sonntag einen neuen Rekord beschert: Weit mehr als 500 Rodenberger und Auswärtige und damit noch einmal rund 70 Gäste mehr als im Vorjahr haben bei herrlichem Wetter das Gourmetfest im Freien genossen und sich den jungen Hering schmecken lassen. Nun soll das Fest jedes Jahr stattfinden, verkündete Pächter Neven Trivic.

veröffentlicht am 26.06.2007 um 00:00 Uhr

Fisch in aller Munde: Bis aus Hannover und Hameln sind die Leute gekommen, um im "Ratskeller" Matjeshering zu essen. Was sie dort erwartete, ist in ganz Schaumburg einmalig: Eine 20-Meter-Matjesmeile und jeder Meter eine neue Rezeptur - vom Aalrauchmatjesüber den nordischen Matjes bis hin zum Sherry- oder Kräutermatjes konnten die Gäste wählen. Dazu gab es traditionell Bratkartoffeln und einen "Kurzen" zum Abschluss, damit der Fisch auch ins Schwimmen kam. "Sehr gut, ausgezeichnet", urteilte Ferdinand Vyskocil, der aus Liekwegen kam, um dabei zu sein. "Ein schönes Ambiente, herrliches Wetter, gute Musik - was kann man mehr erwarten an einem Sonntag", schwärmte er. Vor allem die Mango- und Curry-Zubereitungen hätten ihm zugesagt. Im nächsten Jahr werde er in jedem Fall wiederkommen, versprach er. Das hat sich auch Jutta Reinbacher aus Rodenberg vorgenommen, die wie Vyskocil zum ersten Mal dabei war. Nein, eine besondere Vorliebe habe sie nicht. "Ich esse ganz allgemein gerne Fisch", sagte sie. Ganz gezielt dagegen suchte Jochim Strehle aus Pohle aus, der zum zweitenmal mit seiner Frau Hanne beim Matjesessen war. "Hausfrauenart", sagte er kauend, schmecke ihm besonders. "Und grüner Hering gebraten", ergänzte er. Auch Marianne Twele ließ es sich munden. Doch nicht nur der Fisch war für sie ein Genuss. Auch die Musik von der Gruppe Caipirinha aus Bückeburg und die Möglichkeit, im Freien zu sitzen, genieße sie, sagte die Frau aus Rodenberg. Dass das Matjesessen im "Ratskeller" so gut ankommt, wundert Pächter Neven Trivic nicht. "Das ist ein Original, keine Kopie", verrät er das Geheimrezept. Rund 450 Gäste hat er bereits jeweils in den vergangenen Jahren beim Matjesessen begrüßen können. Am Sonntag waren alle 520 Sitzplätze besetzt, die ersten seien bereits um 9.30 Uhr, eine halbe Stunde vor Eröffnung da gewesen. Ob im nächsten Jahr noch mal eine Steigerung möglich ist, und er womöglich dann noch mehr als 300 Kilogramm Matjes beim Lieferanten Lindemann aus Hagenburg ordern muss? Der Pächter ist skeptisch. "Wir sind immer vom Wetter abhängig, heute ist uns Petrus gnädig gewesen", sagte er.



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