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24-Stunden-Schwimmen: Die "ewigen" Rekorde werden in diesem Jahr nicht verbessert

267 Teilnehmer schwimmen 2,2 Millionen Meter

Obernkirchen (rnk). Nach zwei Stunden und 45 Minuten hatte er die erste Hürde geknackt: zehn Kilometer hatte Marcus Reineke in dieser Zeit geschwommen, hatte Bahn um Bahn gekrault, um ein sehr hochgestecktes Ziel zu erreichen: Er wollte die 60 Kilometer angreifen, 1200 Bahnen in 24 Stunden schwimmen.

veröffentlicht am 02.09.2008 um 00:00 Uhr

Jannes Braun

Das Aus kam nach zehneinhalb Stunden, in denen er lediglich zwei Minuten Pause gemacht hatte, bei Kilometer 35: Eine Gelenkverletzung zwang ihn zum Aufgeben. So war der Weg einmal mehr frei für Christian Vogel. Der mehrfache Sieger des 24- Stunden-Schwimmens konnte sich über 50 500 Meter freuen - eine Streckenlänge, die Vogel bei dieser Veranstaltung nicht das erste Mal erzielte. Auf Platz zwei kam Tim Bölcke, der 44500 Meter schwamm, Dritter wurde Olaf Meier mit 40 Kilometern und 100 Metern. Vierte wurde Elisabeth Reinecke, die 800 Bahnen und damit 40 000 Meter schwamm. Die Teamwertung gewannen souverän die "Kachelzähler", hinter denen sich Marcus und Elisabeth Reinecke, Vogel sowie Heiko Büthe und Detlef Wilharm verbargen. Sie hatten mit 178 Kilometern fast 28 Kilometer Vorsprung vor dem "Elefantenspung." Pokale und Urkunden gab es auch für die jüngsten Schwimmer. Bei den Mädchen war dies Liefke Ute Hilgers; niemand war jünger als die Fünfjährige. Bei den Jungen erhielt Jannes Braun die Auszeichnung. Beide schwammen übrigens jeweils 2500 Meter. Fritz Kempf (72) und Gisela Hiller (81) waren die ältesten Teilnehmer. Prima Wetter, gute Stimmung: Freibad-Cheforganisatorin Christine Nähring konnte am Sonntag gegen Mittag mit der Sonne um die Wette strahlen, denn es gab keinerlei Zwischenfälle, im Bad selbst war es zeitweise zwar sehr voll - insgesamt schwammen 267 Teilnehmer mit -, aber der gegenseitige Respekt und ein gewisses Maß an Rücksicht sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Organisiert hatten Förderverein, DLRG und Schwimmverein. Insgesamt schwammen die 267 Teilnehmer eine Gesamtstrecke von 2 296 900 Metern, was einem Durchschnitt von 8602 Metern pro Teilnehmer entspricht. Und eine tolle Leistung lieferte einmal wieder Jens-Oliver Adam ab: Der Physiotherapeut stand 24 Stunden lang zur Verfügung, um die Schwimmer massierend zu entspannen, seine Einnahmen spendete er - ebenfalls einmal mehr - dem Freibad: Adam drückte nach dem Ende der Veranstaltung Nähring kurzerhand ein Bündel Fünf-Euro-Noten in die Hand. Nicht angestastet wurden die "ewigen"Rekorde im Freibad: 2005 wurde die Drei-Millionen-Meter-Marke geknackt, der Schnitt pro Schwimmer lag damals deutlichüber der 10000-Meter-Marke. Auch der Mannschaftsrekord stammt aus dem Jahr 2005: "Fanta 5" erschwammen 194 Kilometer. Und den Rekord für die längste Strecke pro Teilnehmer teilen sich noch immer Elias und Nick Sander, die 2002 jeweils 55 Kilometer schwammen. Gut möglich, dass Marcus Reineke ihn im nächsten Jahr knackt; sofern die Gelenke mitspielen.

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