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Vor Gericht: Entscheidung für Geldstrafe / Junger Mann ist arbeitslos, seine Partnerin hat nur einen Teilzeitjob

25-Jähriger prellt Vermieter und betrügt im Internet

Rinteln (maf). Ein 25-jähriger Arbeitsloser, der seinen früheren Vermieter und den Kunden einer Internet-Auktion prellte, muss eine Geldstrafe von 400 Euro zahlen. Gemeinsam mit seiner damaligen Freundin war der Rintelner dem Vermieter drei Monatsmieten schuldig geblieben. Außerdem hatte er im Internet einen Projektorversteigert, den er überhaupt nicht liefern konnte. Im Frühjahr 2004 hatte der Angeklagte mit seiner Partnerin eine Wohnung in Rinteln gemietet, obwohl den beiden von vornherein klar gewesen sein musste, wie jetzt das Gericht feststellte, dass sie den fälligen Mietzins in Höhe von etwa 550 Euromonatlich nicht würden entrichten können.

veröffentlicht am 21.10.2006 um 00:00 Uhr

Während der Mann beschäftigungslos war und 700 Euro Arbeitslosengeld erhielt, gaukelte die junge Frau dem Vermieter vor, sie habe eine Vollzeitarbeit. Tatsächlich war die Mutter eines kleinen Kindes zu jener Zeit nur in einem 400-Euro-Job tätig. Kurios wirkte zudem eine Vereinbarung des Paares: Er sollte sein Arbeitslosengeld auf ihr Kontoüberweisen und sie dann die Miete zahlen. "Das konnte nicht gutgehen. Das Geld hat nicht gereicht", kommentierte Richter Christian Rost die Situation angesichts der Tatsache, dass in dem Drei-Personen-Haushalt die Hälfte des Einkommens für die Miete aufgebracht werden sollte. Die jungen Leute entrichteten drei Monate lang keine Miete und verließen nach der Kündigung die Wohnung. Im September vorigen Jahres bot der Angeklagteüber eine Internetplattform einen Projektor an, den ein Mann aus Süddeutschland für 320 Euro ersteigerte. Der 41-Jährige überwies den Kaufpreis, wartete aber vergeblich auf die Lieferung der Ware. Denn der Arbeitslose besaß das Gerät noch gar nicht. Er wollte den Projektor über einen Dritten besorgen, was jedoch scheiterte.

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