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Rheuma-Liga Rinteln feiert Silberjubiläum / Gymnastikpause vor dem großen Festessen

220 Mitglieder: Größte Gruppe im Landkreis

Rinteln (who). Die Rheuma-Liga Rinteln ist mit 220 Mitgliedern die größte Gruppe dieser Selbsthilfeorganisation im Landkreis. Die Feierstunde zum 25-jährigen Bestehen im voll besetzen Saal des Gasthauses Droste in Todenmann hat ebenfalls den Stellenwert der Rheuma-Liga unterstrichen.

veröffentlicht am 04.06.2008 um 00:00 Uhr

Bärbel Hülsmann

"Wenn ein Verein wächst, so ist das nicht zuletzt ein Verdienst der langjährigen Mitglieder", versicherte die Vorsitzende Bärbel Hülsmann in ihrer Festrede. Mit Gertrud Busse, Ingeburg Nawroth und Brigitte Schneckener konnte sie in diesem Zusammenhang drei Mitgründerinnen auszeichnen. GymnastischeÜbungen zum Erhalt der Beweglichkeit der Gelenke sind ein Hauptbestandteil der Arbeit der Rheumaliga. Eine erste Gruppe mit acht Teilnehmern hatte vor 25 Jahren die Keimzelle gebildet, Grundstein gelegt für das Wachstum bis auf heute 220. Ende 1984 hatte die Gruppe bereits 22 Mitglieder, die sicheinmal im Monat zusammenfanden zur Trockengymnastik. Stetig wurde dass Angebot ergänzt durch Wassergymnastik, gemeinsames Wandern, Basteln, Handarbeiten und die monatlichen Gesprächstreffs zum Austausch über Behandlungsmöglichkeiten für rheumatische Erkrankungen. Und 1990 war die Gruppe bereits auf 83 Mitglieder angewachsen. Nach einem Rückgang Mitte der 1990er Jahre auf 66 Personen folgte eine neue Zunahme und neue Funktionstrainings-Angebote kamen hinzu in der Bückeberg-Klinik sowie im Rehazentrum Bad Eilsen. Im August 2000 eröffnete die Rheuma-Liga Rinteln in der Engen Straße ihreAnlaufstelle, die zwei Jahre später in die Bäckerstraße umzog. Die eigene Anlauf- und Beratungsstelle ist nötiger als je zu vor, verdeutlichte Bärbel Hülsmann. Denn: Im Zuge der aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Krankenkassen sind zahlreiche Leistungen eingeschränkt beziehungsweise ganz weggefallen. "Viele unserer Mitglieder wurden so zu Selbstzahlern, doch so mancher, der diese Leistungen nun nicht mehr bekommt, kann sie sich auch nicht mehr leisten." So die Empfänger kleiner Renten oder Hartz IV-Bezieher. Trotz aller Probleme gehe es aufwärts, ermutigte Hülsmann. "Nicht umsonst ist der Landesverband Niedersachsen der mitgliederstärkste Landesverband in Deutschland." Darüber hinaus sei das regelmäßige Funktionstraining der Liga ein wesentliches Mittel, um die Medikamentendosierung und damit verbunden den finanziellen Aufwand für den Einzelnen erheblich reduzieren zu können. Das praktische Beispiel exerzierte Merve Victoria zusammen mit den Festgästen im Gasthaus Droste durch: "Aufstehen zur Gymnastik- pause" vor dem gemeinsamen Mittagessen hieß es.

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