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Vor Gericht: 32-jähriger Kfz-Mechaniker zu Geldstrafe verdonnert

2,07 Promille - aber im Auto das Navigationsgerät eingeschaltet

Rinteln (maf). Nach einer Trunkenheitsfahrt mit 2,07 Promille muss ein 32-jähriger Kfz-Mechaniker eine Geldstrafe von 900 Euro zahlen und sich einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung unterziehen. Richter Christian Rost urteilte, dass dem Mann die Fahrerlaubnis für weitere acht Monate entzogen wird. In einer Dezembernacht war der Angeklagte mit seinem Auto in Schlangenlinien durch Steinbergen gefahren und dabei von der Polizei erwischt worden.

veröffentlicht am 31.07.2008 um 00:00 Uhr

Die Vorgeschichte: Ende vorigen Jahres hatte sich der 32-Jährige mehrere Wochen in einer Reha-Klinik in Bad Eilsen aufgehalten. Kurz vor Weihnachten wurde ihm mitgeteilt, dass er wegen eines schweren Bandscheibenvorfalls seinen Beruf als Kfz-Mechaniker künftig nicht mehr ausüben könne. Der 32-Jährige berichtete dem Gericht, er sei sehr niedergeschlagen gewesen, deshalb am Abend mit mehreren Freunden in eine Kneipe gegangen und habe dort reichlich Glühwein getrunken. Alles andere bleibt nebulös: Als sein Name aufgerufen wurde und er den vor der Gaststätte geparkten Wagen wegfahren sollte, stiegen die Freunde mit in den Pkw ein und fuhren zu einem anderen Lokal. Vermutlich saß zu diesem Zeitpunkt nicht der Angeklagte am Steuer, sondern eine andere Person. Der 32-Jährige konnte sich an das Geschehen in der Nacht jedenfalls nicht mehr erinnern. Gegen 23 Uhr war er dann allein im Auto und fuhr in Schlangenlinien durch Steinbergen. Das Navigationsgerät war eingeschaltet, wahrscheinlich, so glaubt er, habe er zurück in die Klinik gewollt. Ob und wann der Mann den Führerschein wiederbekommt, ist ungewiss, das entscheidet letztlich auch das Ergebnis der MPU, der sogenannte "Idiotentest".



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