weather-image
28°
Reaktionen / e.on begrüßt Wettbewerb

2011: Stadtwerke Weserbergland ans Stromnetz?

Weserbergland (TT/uk). Die Stadtwerke Hameln haben mit ihrer Ankündigung, die "Stadtwerke Weserbergland" gründen zu wollen (wir berichteten), auf dem Energiemarkt für Aufsehen gesorgt. Aus Politik und Wirtschaft gab es zu den Hamelner Plänen unterschiedliche Reaktionen.

veröffentlicht am 09.02.2008 um 00:00 Uhr

R. Butte

Hamelns Stadtwerke-Geschäftsführerin Susanne Treptow erklärte gegenüber unserer Zeitung, dass sich die Stadtwerke landkreisweit um die 2011 neu zu vergebenden Stromnetz-Konzessionen bewerben werden. Die Konzessionen laufen Ende 2011 aus und müssen im Jahr 2009 von den Kommunen ausgeschrieben werden. Treptow: "Falls wir dann schon mit den Stadtwerken Weserbergland so weit sind, und die Gesellschafter es dann auch wollen, werden wir uns eventuell mit den Stadtwerken Weserbergland um die Konzessionen bewerben." e.on Westfalen Weser hat die Ankündigung zur Gründung eines neuen Konkurrenten im Weserbergland gelassen aufgenommen. Pressesprecher Dieter Vollmer erklärte auf Anfrage, e.on Westfalen Weser begrüße den Wettbewerb. e.on Westfalen Weser sei "ein starker Partner der Kommunen" im Weserbergland: "Uns verbinden Konzessionsverträge und Beteiligungen wie in Salzhemmendorf und Hessisch Oldendorf." Hameln-Pyrmonts Landrat Rüdiger Butte unterstützt die Strategie der Hamelner Stadtwerke: "Wenn man auf dem Markt der Energieversorger bestehen will, muss man aus der Kleinräumigkeit herauskommen. Grundsätzlich befürworte ich die angestellten Überlegungen der Stadtwerke Hameln auch im Hinblick auf durchaus positiv zu erwartende Auswirkungen für die gesamte Region. Auf erneuerbare Energien zu setzen, ist eine gute Chance, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Dabei können die Kommunen mit den Stadtwerken für die gesamte Region gemeinsame Strategien mit unmittelbarer Wirkung konzipieren - das wäregelebte interkommunale Zusammenarbeit." Susanne Lippmann, als Hamelner Oberbürgermeisterin im Aufsichtsrat der Stadtwerke, findet die Überlegungen zur Gründung der Stadtwerke Weserbergland "gut". Sie sieht einen wachsenden Bedarf in den Weserbergland-Gemeinden für einen regionalen Energieversorger. Zum Thema Fusionen mit anderen Stadtwerken blieb Lippmann zurückhaltend: "Da will ich mich nicht positionieren. Zwar lässt sich nichts ausschließen. Aber derzeit gibt es seitens des Gesellschafters Stadt Hameln keine derartigen Überlegungen." Einen bundesweit gemeinsamen Marktauftritt der Stadtwerke-Familie hält Lippmann für "einen richtigen Ansatz und eine spannende Überlegung". Auch Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder, Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtwerke Bad Pyrmont, vertritt den Standpunkt, dass ein Verbund nach dem Vorbild der Stadtsparkassen Sinn hat. "Darüber sollten wir auf jeden Fall nachdenken."

S. Treptow
  • S. Treptow

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare