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Ortsteilebilanz: 2007 "Regioport" großes Thema in Cammer

2008: Schützen und Trachtler feiern am 1. Mai gemeinsam

Cammer (bus). Die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, um gemeinsam mit den Bürgermeistern respektive Vorstehern der Ortsteile Rückblick auf 2007 zu halten und einen Ausblick auf die bevorstehenden zwölf Monate zu versuchen. In Cammer ist 2007 die an der Aue geplante Errichtung des Containerterminals "Regioport" eines der beherrschenden Themen gewesen. "In diesem Zusammenhang muss man die Aktivitäten der eigens gegründeten Bürgerinitiative "BI Con" hervorheben", meint Ortsbürgermeister Friedrich Rösener. Er befürworte deren Anliegen und sei mit dem Engagement "gut zufrieden".

veröffentlicht am 07.01.2008 um 00:00 Uhr

In Cammer macht die "Bürgerinitiative Containerhafen" (BI Con) g

Für Rösener steht speziell die Abwendung großflächiger Industrieansiedlung im Vordergrund. Zudem gelte es, "alle in den Anträgen deutlich gewordenen Minuspunkte auszuräumen". Neben dem Großprojekt treten die übrigen lokalen Ereignisse ein wenig in den Hintergrund. Der Ortsbürgermeister erwähnt den Endausbau des Giesecken Wegs und die Herrichtung des nördlichen Abschnitts der Verbindung "Vorm Walde". Bei der Herrichtung habe die Zusammenarbeit mit dem städtischen Bauhof einmal mehr hervorragend geklappt, stellt Rösener heraus. Als positiv - "wird sehr gut angenommen" - bezeichnet der Berichterstatter ebenfalls die Entwicklung desörtlichen Bolzplatzes und die Situation des Cammeruner Fuß- und Radwegnetzes. Wobei jedoch der Lückenschluss des Weges entlang der Kreisstraße 3 zwischen Cammer und Meinsen nach wie vor auf sich warten lasse. Rösener ist unterdessen, gestützt auf ein Versprechen von Landrat Heinz-Gerhard Schöttelndreier, zuversichtlich, dass der Wegebau in nicht sehr ferner Zukunft in Angriff genommen wird. "Die Planung ist für 2008, die Ausführung für 2009 vorgesehen", gibt er seinen aktuellen Kenntnisstand zu Protokoll. Gleich zu Jahresbeginn werde er in Stadthagen an das Vorhaben erinnern. Bereits festgezurrt ist eine Investition, mit der der städtische Abwasserbetrieb den Regenwasserkanal "Schanzenkamp" 2008 instand setzen will. 70 000 Euro sollen in die Sanierung des beinahe 80 Jahre alten Bauwerks fließen. Ebenfalls so gut wie in trockenen Tüchern ist ein Ereignis, das den Cammerunern von einer außergewöhnlichen Kalenderkonstellation beschert wird: Da der 1. Mai (in Cammer traditionell ein Feiertag des Heimat- und Trachtenvereins) und Himmelfahrt (gewöhnlich für das Jahresfest des Schützenvereins "Ruhe siegt" reserviert) auf einen Tag fallen, werden die Vereine ein gemeinsames Fest auf die Beine stellen. "Das kommt nur etwa alle 140 Jahre einmal vor", gibt Rösener sein aus dem Studium alter Kirchenbücher erworbenes Wissen wieder. Auf Begebenheiten, die weit mehr als 140 Jahre zurückreichen, soll ein "historischer Ortsspaziergang" aufmerksam machen, der für Sonnabend, 12. April, im Veranstaltungskalender Cammers vermerkt ist. Der Spaziergang beruht auf einem Projekt der unter dem Dach der "Schaumburger Landschaft" beheimateten "Spurensuche"-Arbeitsgruppe. "Wir dokumentieren Zeugnisse, die über Lebensweisen und Empfinden vergangener Generationen berichten", erläutert Projektleiter Dr. Karl-Heinz Oelkers, der auf einer Übersichtskarte 27 lokale Sehenswürdigkeiten zusammengefasst hat.

Friedrich Rösener ist gegen großflächige Industrieansiedlung in
  • Friedrich Rösener ist gegen großflächige Industrieansiedlung in Verbindung mit dem Bau des Containerterminals "Regioport".

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