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Alternative für Deutschland schickt zehn Kandidaten ins Rennen

2000 Plakate für die AfD

LANDKREIS. Mit einem 14-pünktigen Wahlprogramm zieht die Alternative für Deutschland (AfD) in die Kommunalwahl am 11. September. Mit zehn Kandidaten, drei davon sind Frauen, tritt die Partei bei der Wahl zum Kreistag in Schaumburg/Nienburg an.

veröffentlicht am 09.08.2016 um 16:50 Uhr
aktualisiert am 15.08.2016 um 14:27 Uhr

In einer Pressemitteilung bezeichnet Christa Hardt, Schatzmeisterin des Kreisverbandes Nienburg-Schaumburg und Kreistagskandidatin, „die Beteiligung der Bürger an politischen Entscheidungen“ als Schwerpunkt des Kommunalwahlprogramms. So wie man eine direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild auf Bundesebene fordere, wolle man den Bürgern auch auf kommunaler Ebene mehr Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen geben. Das Kommunalwahlprogramm kann auf http://www.afd-nienburg-schaumburg.de eingesehen werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt sei die Durchsetzung einer verantwortungsbewussten und transparenten Finanzpolitik, um die kommenden Generationen nicht noch mehr zu belasten. Dazu gehöre auch der Verzicht auf Neuverschuldung. Auch die Familienpolitik ist für die AfD ein wichtiger Punkt. Die Vereinbarung von Familie und Beruf soll gewährleistet werden. In der Bildungspolitik will die AfD zwar den freiwilligen Besuch von Gesamtschulen ermöglichen, fordert aber als einzige Partei eine Wiederherstellung des mehrgliedrigen Schulsystems. Sie setzt auf das Leistungsprinzip statt Inklusion und will die ideologische Beeinflussung an den Schulen stoppen.

In weiteren Punkten präsentiert die AfD ihre Vorstellungen zu Themen wie Gesundheit, Wohnen, Energiepolitik, Landwirtschaft, innere Sicherheit, Sport oder Kultur. Klare Positionen hat die AfD zum Themenkreis Asyl, Einwanderung und Integration. Sie sieht Deutschland nicht als Einwanderungsland und Asyl nur als einen Schutz auf Zeit. Sie drängt auf Abschiebung abgelehnter und straffällig gewordener Asylbewerber. Integrationsmaßnahmen dürften nicht zu Lasten der deutschen Bürger gehen.

Für den Wahlbereich 1 (Stadt Rinteln) stellen sich Dr. Jens Wilharm und Maja Wilharm zur Wahl. Im Wahlbereich 2 (Stadt Stadthagen, Samtgemeinde Niedernwöhren) kandidieren Uwe Bergmann und Lutz Knoblich. Im Wahlbereich 3 (Bückeburg, Samtgemeinde Eilsen) tritt Dr. Heinz-Werner Heller für die AfD an. Im Wahlbereich 4 (Samtgemeinden Nenndorf und Sachsenhagen) wollen sich Peter Hardtke und Volker Hardt dem Votum der Wähler stellen. Für den Wahlbereich 5 (Obernkirchen, Auetal, Nienstädt) kandidiert Margot Zedlitz und für den Wahlbereich 6 (Samtgemeinden Rodenberg und Lindhorst) bewerben sich Christa-Renate Hardt und Michael Herzberg.

Da die AfD bisher noch an keiner Kreiswahl teilgenommen hat, musste sie in allen sechs Wahlbereichen Unterstützer-Unterschriften sammeln. „Dies ist uns nicht nur gelungen, sondern wir haben in allen Wahlbereichen viel mehr Unterschriften als erforderlich gesammelt.“, sagte Wilharm. Er berichtet auch von Bürgern, die zwar ankündigten, die AfD wählen zu wollen, aber nicht unterschreiben wollten, da sie persönliche Konsequenzen befürchteten.

Die AfD kündigte an, nun auch den Straßenwahlkampf aufnehmen zu wollen. „Wir haben fast zweitausend Plakate für Nienburg und Schaumburg bestellt und die wird man auch in den nächsten Tagen und Wochen sehen“, kündigte der Vorsitzende des Kreisverbandes Nienburg-Schaumburg, Daniel Carl, an. „Ferner werden wir in den Städten mit Infoständen präsent sein und auch einen persönlichen Wahlkampf im Dialog mit den Bürgern führen“, sagte Carl.

„Wir haben gute Kandidaten und ein gutes Programm.“, ist sich Dr. Heinz-Werner Heller sicher. „Ich denke, dass wir mit diesem Team eine arbeitsfähige und engagierte Fraktion für den Kreistag stellen können, die sich auch in den Fachausschüssen des Kreistages kompetent einbringen kann und unserem Wahlkampfmotto gerecht wird: „Frischer Wind für unser Schaumburg!“.



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