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Ortsrat fordertÜberholverbot und Tempolimit

200 Lastwagen pro Stunde auf der B 83

Deckbergen (mld). Hitzige Diskussionen gab es in der jüngsten Ortsratsitzung für Deckbergen, Schaumburg und Westendorf beim Thema Buswartehäuschen in Westendorf: "Hier wird weniger gemacht als in den anderen Ortsteilen", kritisierte Petra Sasse (WGS). Das Argument von WGS- und CDU-Fraktion: In Schaumburg und Deckbergen würden neue Buswartehäuschen aufgestellt, wie zum Beispiel an der Kleinenwiedener Straße, "wo nur zwei Kinder zusteigen", so August Beißner (CDU).

veröffentlicht am 26.11.2007 um 00:00 Uhr

Ein echtes Problem hingegen wären fehlende Häuschen in der Stolzenegge und der Ulanenstraße, wo "meiner Rechnung nach 12 Kinder in den Bus steigen" (Beißner). In einem Schreiben an Ortsbürgermeister Eckhard Hülm fragten Antje Rinne (WGS) und Ewald Bredow (CDU), wieso ausgerechnet Westendorf auf die Genehmigung der Dorferneuerung warten solle, während in Schaumburg und Deckbergen dies nicht der Fall sei. Sie hätten bereits eine Ortsbegehung abgehalten und sähen keine Probleme in der Errichtung eines Betonhäuschens an Stolzenegge und Ulanenstraße. Erster Stadtrat Schröder versprach, im Rahmen der Dorferneuerung würde die Straße neu gemacht - "und dann kommt dort ein Glashäuschen hin." Auch das Dauerthema Bundesstraße 83 beschäftigte den Ortsrat: Wie dramatisch die Lage hier ist, lag den Ortsratmitgliedern anhand von Unterlagen des Straßenbauamtes vor. Die diesjährigen Zählungen ergaben, dass allein etwa 200 Lkws auf dem Abschnitt zwischen Westendorf und Deckbergen pro Stunde fahren. Petra Sasse (WGS): "Andere Leute wollen hier nur durch, aber wir wohnen hier. Wir brauchen eine bessere Sicherung für unsere Kinder." Forderung des Ortsrates: Zwischen Westendorf und Deckbergen soll einÜberholverbot eingeführt werden, die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 70 Stundenkilometer ausgeweitet werden. Anwohner Hans-Hermann Klingenberg klagte in der Einwohnerfragestunde, es fänden keinerlei Lärmmessungen statt, die Feinstaubbelastung sei überdurchschnittlich hoch. Hülm sah das Problemnicht beim Ortsrat, sondern in Steinbergen: "Unsere Region wird immer mehr zum Nadelöhr. Der Tunnel in Steinbergen muss endlich gebaut werden!"



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