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Björn Gräfer regiert / Vereinschef: Die Jugend hat bei uns einen Fuß in der Tür

18-jähriger Schüler düpiert die ganze Cammeruner Schützenschaft

Cammer (bus). Ein 18-jähriger Gymnasiast hat die komplette Cammeruner Schützenschaft düpiert. Björn Gräfer gilt als jüngster König in der bis 1919 zurückreichenden Historie des örtlichen Schützenvereins "Ruhe siegt". "Die Regentschaft von Björn I. unterstreicht, dass bei uns die Jugend einen Fuß in der Tür hat", äußerte sich der Vereinsvorsitzende Christoph Kalthegener sehr zufrieden über die Treffsicherheit des Nachfolgers der Vorjahresmajestät Jörn-Christian Prange.

veröffentlicht am 19.05.2007 um 00:00 Uhr

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Gräfer setzte sich in einem spannenden Stechschießen gegen Klaus Westphal und Rainer Bade durch. Die neue Majestät machte im Verlauf der Proklamation auf eine weitere Novität aufmerksam. "Ich bin wohl der erste König, der von seinem Papa gesponsert wird", merkte Gräfer jun. unter dem Beifall von Vater Joachim und Mutter Christel Wähler-Gräfer an. Die Eltern hatten das Cammeruner Schützenvolk anno 2003 regiert. Da passte es gut ins familiäre Erfolgsalbum, dass der Sohn die Mutter zur Bürgerschützenkönigin erkor. Das traditionell am "Vatertag" gefeierte Cammeruner Schützenfest war am Mittwoch mit einem weiteren Novum eröffnet worden: Der Wettstreit um den Pokal der Vereine stand in diesem Jahr erstmals auch Straßenteams und Thekenmannschaften offen. In dieser Auseinandersetzung belegte zwar der SV Päpinghausen/Cammer zum dritten Mal in Folge den ersten Platz. Die Beteiligung habe indes mit mehr als 60 Teilnehmern, hob Kalthegener hervor, einen deutlichen Aufschwung erfahren. Was gleichermaßen und insgesamt betrachtet auch hinsichtlich der schießsportlichen Leistungen Geltung besitze. In der Abteilung "Wildmotiv" stand der Sieger Frank Spannuth erst nach fünfmaligem Stechen fest. Schülerkönig Lars Kellermann und Jugendmajestät Markus Tecklenburg mussten ihr Können ebenfalls in mehreren Durchgängen unter Beweis stellen. Dass Ortsbürgermeister Friedrich Rösener den Pokal der Könige (mit der "bescheidenen" Ringzahl von 92) im ersten Anlauf für sich entschied, mag der respektablen Zurückhaltung der Konkurrenz geschuldet gewesen sein. Das mit Festzelt und allem "Drum und Dran" gefeierte Cammeruner Bürgerschützenfest - das letzte seiner Art in den Bückeburger Ortschaften - überzeugte in seiner aktuellen Auflage vor allen Dingen durch uneingeschränkte Familientauglichkeit. Beim nachmittäglichen Kaffeetrinken saßen nicht selten drei Generationen an einem Tisch; die von der Feuerwehrkapelle Bierde-Schlüsselburg, den Sülter Musikanten und der Cammeruner Dorfkapelle intonierte Blasmusik fand ebenso viel Beifall wie die von Diskjockey Holger aufgelegten modernen Hits. "Das Fest wird auch in Zukunft Bestand haben", prophezeite Kalthegener. Für das bevorstehende Jahr, in dem Himmelfahrt und der 1. Mai (dessen Gestaltung in Cammers Brauchtum von alters her dem Heimat- und Trachtenverein vorbehalten ist) auf einen Tag fallen, sei bereits eine Zusammenarbeit zwischen Schützen und Trachtenträgern vereinbart worden. Das wird den neuen Cammeruner Schützenkönig in die komfortable Lage versetzen, auf "zwei Hochzeiten" gleichzeitig tanzen zu können - Björn Gräfer gilt vor Ort nicht nur als Spezialist für "Kimme und Korn", sondern als Mitglied der das Erntefest ausrichtenden Dorfjugend gleichzeitig auch als passabler Brauchtumstänzer.

Die Würdenträger 2007 des Cammeruner Schützenvereins. In der Mit
  • Die Würdenträger 2007 des Cammeruner Schützenvereins. In der Mitte mit Königskette: Björn Gräfer. Unten: "Ruhe siegt"-Chef Christoph Kalthegener (mit Schärpe) marschiert Richtung Festzelt.


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