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Butte: Notfallvorkehrungen sind nur mit den Feuerwehren umsetzbar / Keitel kritisiert die neue Feuerwehrverordnung

17 Kinderfeuerwehren bilden zukunftsfähigen Unterbau

Hessisch Oldendorf (ubo). An der Versammlung des Kreisfeuerwehrverbandes unter der Leitung von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke nahmen führende Vertreter aus Politik, Verwaltung, des Landes, der Feuerwehren der umliegenden Kreise, der Polizei, DRK, des Technischen Hilfswerks und Mitglieder der Gemeinde- und Ortsfeuerwehren teil. Unterhalten wurden sie vom Musikzug Afferde unter der Leitung von Bernd Dormann. Bürgermeister Harald Krüger betonte die Wertschätzung der Feuerwehren.

veröffentlicht am 14.04.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:21 Uhr

Kreisbrandmeister Wöbbecke lobte das dienstliche Pflichtgefühl von Rüdiger Butte. „Als Landrat mit polizeilicher Vorgeschichte haben Sie das Bewusstsein dafür, wie es auch beim Gesundheitsamt und beim Veterinäramt vorhanden ist, dass es erforderlich werden kann, das Tagesgeschäft und das Privatleben auf ein Minimum zu reduzieren, wenn es die Lage erfordert“, sagte Wöbbecke. Der Kreisbrandmeister sprach den Katastrophenschutz auch im Hinblick auf den Wegfall der Wehrpflicht und die damit verbundenen Veränderungen an. Die mittelfristige Finanzplanung sei bereits bis 2014 verabschiedet. Zudem liege der Finanzbedarf bis 2020 in Abstimmung mit der Verwaltung vor und könne in die Haushalte eingestellt werden, kündigte der Kreisbrandmeister an.

Landrat Butte schlug einen Bogen von den Ereignissen in Japan bis in diesen Landkreis und betonte, dass „sämtliche Notfallvorkehrungen nicht ohne die Feuerwehren umsetzbar sind. Der Landkreis ist vorbereitet, was im Rahmen einer Katastrophe alles eintreten kann.“ MdB Gabriele Lösekrug-Möller stellte die verabschiedete Verordnung der Führerscheinregelung in den Mittelpunkt ihrer Rede und Otto Deppmeyer verkündete, dass die Richtlinie den Landtag bereits passiert habe.

Frank Müller, stellvertretender Kreisbrandmeister, erinnerte an verschiedene Einsätze im vergangenen Jahr. Insgesamt hatten die 424 Feuerwehrfrauen und 3094 Feuerwehrmänner 5383 Einsätze. Müller berichtete, dass 114 Feuerwehrleute die Ausbildung zum Truppmann I und 122 die Truppmannausbildung II absolviert haben. Verschiedene Lehrgänge in der feuerwehrtechnischen Zentrale in Kirchohsen besuchten 360 Feuerwehrleute. In den Feuerwehrschulen Celle und Loy wurden 165 Führungskräfte qualifiziert. Wie Frank Müller weiter verkündete, ist die Versorgungsgruppe seit Ende Februar wieder einsatzfähig.

Die Jugendfeuerwehren leisteten 5913 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 4953 Stunden allgemeine Jugendarbeit. Die Jugendwarte und Betreuer leisteten 16184 Stunden. Als erfreulich nannte Kreisbrandmeister Wöbbecke die steigende Zahl der Kinderfeuerwehren, derzeit 17 im Landkreis, als Unterbau für die Jugendwehren. Er bat eindringlich diejenigen, die es noch nicht hätten, über die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr nachzudenken.

Der Dezernatsleiter 23 der Polizeidirektion Göttingen, Branddirektor Klaus Wickboldt wies auf die Gründung der niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz hin.

Dr. Christian Kielhorn vom niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport teilte mit, dass die neue Feuerwehrverordnung derzeit beim Minister zur Unterschrift liege. Regierungsbrandmeister Bernd Keitel, Vizepräsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV), lehnte die Änderungsverordnung ab, da sie eine Streichung der Einsatzleitwagen für Kommunen ohne Schwerpunktwehr vorsehe. Wie Keitel verkündete, habe der deutsche Feuerwehrverband erreicht, dass Hartz IV-Empfänger die Aufwandsentschädigungen der Feuerwehr zumindest zur Hälfte erhalten bleibt.

Der Regierungsbrandmeister und Vizepräsident des LFV beförderte Kassenwart und Medienbetreuer Jörg Grabandt zum Hauptlöschmeister. Mit dem deutschen Feuerwehr-Ehrenzeichen in Gold wurde der erste Hauptbrandmeister Eckhard Bode aus Aerzen ausgezeichnet. Hauptlöschmeister Thomas Ebeling (Bad Pyrmont) Hauptbrandmeister Karl- Heinz Brockmann (Börry) und Hauptlöschmeister Karsten Redecker (Leiter TEL- Fuhlen) erhielten das Ehrenkreuz in Silber des deutschen Feuerwehrverbandes.

Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke und Oberbrandmeister Rolf Hüsing (Leiter FTZ) wurden mit der Ehrennadel in Silber des Landesfeuerwehrverbandes ausgezeichnet.

Die Ehrenmedaille des Kreisfeuerwehrverbandes Hameln-Pyrmont nahmen Oberbrandmeister Wolfgang Risch, (Kirchohsen), Brandmeister Heinrich Bodenstab (Ohr), Hauptlöschmeister Hartmut Lange (Hachmühlen) und Brandmeister Karl- Wilhelm Gerber (Kleinenwieden) entgegen.



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