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77 Pilger unterwegs nach Kathrinhagen

17 Kilometer Fußmarsch und ein tolles Konzert

Kathrinhagen (la). Mit einem Gottesdienst in der St. Martini-Kirche in Stadthagen hat die musikalische Pilgerwanderung nach Kathrinhagen am Sonntagmorgen begonnen. Gestärkt durch Musik und die geistlichen Worte von Oberprediger Dr. Klaus Pönninghaus machten sich danach 77 Pilger auf den alten Zisterzensierweg, der bis nach Volkenroda in Thüringen führt. Allerdings beschritten sie "nur" 17 Kilometer des Weges. Ihr Ziel war die Katharinen-Kirche in Kathrinhagen. "Der Einführungsgottesdienst in Stadthagen war sehr schön und die Musikerinnen von Flautando haben bereits dort neugierig auf ihr Konzert am Abend gemacht", sagte Bärbel Bake aus Lin dhorst.

veröffentlicht am 23.09.2008 um 00:00 Uhr

Ein einmaliger Blick bot sich den Pilgern kurz vor Konzertbeginn

Die erste Pause legte die Pilger-Gruppe in Wendthagen am Feuerwehrgerätehaus ein. Dort wurde sie mit Musik, Essen und Getränken begrüßt. Weiter ging es auf den Bückeberg zum Jbf-Centrum. Auch hier wurden die Pilger bestens versorgt, bevor der "Abstieg" nach Kathrinhagen begann. Auf dem Pfarrhof angekommen, waren die Pilger zwar geschafft, aber glücklich. Ihre Füße konnten sie mit einem Bad erfrischen, den Durst an der Theke löschen und sich an einem umfangreichen Buffet stärken. "Ich gehe öfter pilgern, aber in der Gruppe war es viel schöner. Man konnte sich mit den anderen Pilgern austauschen und das Programm war wirklich klasse", sagte Christian Meyer aus Stadthagen. Die Organisation der Pilgerwanderung, die hervorragende Verpflegung unterwegs und der tolle Empfang in Kathrinhagen begeisterte die Pilger. "Das geht weitüber das hinaus, was Pilger erwarten können. Die Verpflegung erinnert wirklich nicht an eine karge Pilgerwanderung", lobte Meyer. Die Kirchengemeinde Kathrinhagen-Rolfshagen hatte unzählige fleißige Helfer motiviert. Bereits am Sonnabend war im Backhaus Brot gebacken worden, dass am Sonntag auf dem Buffet angeboten wurde. "Es ist unglaublich, was die Kirchengemeinde hier geboten hat. Selbst die Tische sind wunderbar dekoriert. Und das, obwohl es doch gerade erst etwas geregnet hat", stellte auch Bärbel Bake fest. Die musikalische Pilgerreise war im Rahmen der 22. Niedersächsischen Musiktage von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung organisiert und finanziell unterstützt worden. "Es ist ein Traum, mit wie viel Engagement die Kirchengemeinde hier agiert hat", lobte Nick Hellenbroich von der Sparkassenstiftung und Mitorganisator der Niedersächsischen Musiktage. Da die Stiftung flächendeckend in ganz Niedersachsen agiere, sei sie auf die Unterstützung vor Ort angewiesen. "Hier ist diese Unterstützung einfach beispielhaft", zeigte sich Hellenbroich begeistert. Aber auch wenige kritische Stimmen waren zu hören. "Das hat nichts mehr mit pilgern zu tun, man hätte unterwegs einen Teil des Weges still und einen anderen singend zurücklegen müssen", meinte eine Pilgerin. Dieser Meinung schlossen sich aber nur ganz wenige Pilger an. Die Pilger nutzten in Kathrinhagen die Gelegenheit, sich am Stand des Hauses kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannoverüber den Pilgerweg zu informieren, besichtigten das neu eingerichtete Pilgerzimmer und die Katharinen-Kirche. Im Freien hielt Pastorin Dr. Heike Köhler schließlich eine Andacht. Danach begann in der bis auf den letzten Platz gefüllten Katharinen-Kirche das Abschlusskonzert mit dem Blockflötenensemble Flautando Köln.

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