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Fast ein Viertel der Teilnehmer schafft die Anforderung für die Leistungsspange noch nicht

17 Jugendfeuerwehren auf dem Prüfstand

Bad Pyrmont (sbr). „Schwer ist es nur, wenn die Gruppe nicht zusammenarbeitet“, sagt Jugendfeuerwehrmitglied Nils Cramer, nachdem ihm von den Mitgliedern des Leistungsspangen-Abnahmeteams die höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr an seine blau-orangefarbene JF-Kombi geheftet wurde.

veröffentlicht am 27.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 06:21 Uhr

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Bei insgesamt vier Gruppen funktionierte die interne Kommunikation anlässlich der diesjährigen Abnahme der Leistungsspange in Bad Pyrmont nicht so reibungslos, wie im Aerzener Team. Dabei musste sich Nils Cramer an manchen Stellen viel mehr auf Ansagen und Kommandos konzentrieren als die übrigen Teilnehmer, denn den 15-Jährigen beeinträchtigt eine angeborene Hörstörung. „Als Maschinist muss man schnell auf die Kommandos reagieren und darum ganz genau hinhören“, sagt der Nachwuchsbrandschützer. „Für die Schnelligkeitsübung zum Beispiel haben wir vorher geübt, die Schläuche ordentlich und nicht völlig verdreht auszurollen, damit das Geradeziehen keine wertvolle Zeit kostet“, erläutert das Jugendfeuerwehrmitglied weiter.

Michael Broermann, Fachbereichsleiter für die Abnahme der Leistungsspange, zeigte sich angesichts der gezeigten Leistungen und des Gesamteindrucks der 17 angetretenen Jugendfeuerwehren aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden, Lippe und Hannover im Großen und Ganzen sehr zufrieden, machte aber gleichzeitig deutlich, dass fast ein Viertel der teilnehmenden Gruppen den Anforderungen noch nicht genügten und nach vier Wochen intensiver Übungszeit zur Wiederholung der Leistungsüberprüfung in den Kreis Diepholz reisen können.

Dass bei manchen Disziplinen Glück und Pech ganz nah zusammen liegen, mussten die Nachwuchsbrandschützer aus Bodenwerder und Polle erfahren. Für sie wurde das Kugelstoßen zur Zitterpartie, denn einer ihrer Teilnehmer hatte versehentlich übergetreten – das hatte eine Nullwertung zur Folge. Da aber alle anderen Prüfungen hervorragend gemeistert wurden, sehen die Regeln vor, dass bei lediglich einem nicht erreichten Ziel diese Disziplin wiederholt werden darf. „Die zweite Chance konnten unsere Jugendlichen nutzen“, erklärt Jugendwart Dominik Kingenberg von der Jugendfeuerwehr Kemnade-Bodenwerder erleichtert.

Neben den Leistungen im sportlichen und feuerwehrtechnischen Bereich mussten die Jugendlichen auch ihr Allgemeinwissen unter Beweis stellen. „Die Jugendlichen sollten wissen, wie der amtierende Bundespräsident heißt und mussten ebenso Fragen rund um die Fahrzeuge ihrer Wehr beantworten können“, erklärt Michael Broermann.

Neben Bad Pyrmonts Bürgermeisterin Elke Christina Roeder konnte der Kreisjugendfeuerwehrwart Thomas Kurbjuweit auch den Ausschussvorsitzenden Hartmut Binder in Vertretung des Landrates sowie zahlreiche Vertreter der Kreisfeuerwehren und der örtlichen Wehren begrüßen.

Die Leistungsspange verliehen wurde den Mitgliedern der Jugendfeuerwehren aus Bad Münder, Coppenbrügge, Bad Pyrmont, Hameln, Aerzen, Hessisch Oldendorf, Lügde, Delligsen, Bodenwerder/Polle, Holzminden/Eichenborn, Golmbach/Warbsen/Lütgenade sowie Behrenbostel/Heitlingen.



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