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Für die Rollkunstlaufshow Tarzan arbeiten viele Eltern ehrenamtlich und hoffen auf ein interessiertes Publikum

1500 Stunden für zwei Stunden Glanz und Glamour

Aerzen. Die Rollkunstlaufshow Tarzan startet in wenigen Tagen in Aerzen. Zwei Stunden eine tolle Show, 134 strahlende Kindergesichter, die seit August mit Eifer ihre Rollen proben und als Affen, Gorillas, Paradiesvögel, Leoparden, Lichter, Lianen oder Schmetterlinge durch die PVC-Hallen in der heimischen Region rollen. Doch während die 3000 Zuschauer in Aerzen, Hameln oder Bösingfeld die Show mit Schauspiel und tollen Rollkunstlaufdarbietungen bewundern, ahnen sie vielleicht nicht, was sich vor der Premiere am 20. November in der Hummetalsporthalle in der es für die 19 Uhr Vorstellung noch ausreichend Karten zu kaufen gibt, so alles abgespielt hat. Zahlreiche helfende Hände der Eltern und ehrenamtlichen Helfer verbringen Stunden ihrer Freizeit damit, Kostüme zu schneidern, Kulissen zu malen, Musiken und Sprache zusammenzufügen oder die insgesamt 75 000 Pailletten einzeln auf die Kostüme zu nähen.

veröffentlicht am 17.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:41 Uhr

Schon ganz aufgeregt auf die Premiere sind die jungen Rollkunstläufer.

Allen voran Anke Kalkau. Die Hilligsfelderin hat in diesem Jahr rund 70 Kostüme genäht. „Seit August sitze ich im Schnitt jeden Tag fünf Stunden an der Nähmaschine“, sagt die 1. Vorsitzende. „Es ist viel Arbeit aber es ist toll, wenn die Kostüme dann im Scheinwerferlicht erstrahlen und die Kinderaugen glänzen, wenn sie in die Glitzerkostüme hineinschlüpfen dürfen.“ Mittlerweile wirkt sie an den Märchen aktiv mit und organisiert nebenbei noch den Vorverkauf. Unter 05151-52885 können Karten vorbestellt werden. Insgesamt sind da schon 500 Stunden Näharbeit zusammengekommen. Die restliche Näharbeit verteilt sich auf den Schultern mehrerer Mütter, die fleißig die 100 anderen Kostüme schneiderten.

Die Väter mit Bauleiter Werner Schmidt aus Reher und Bernd Ahrens aus Hämelschenburg zimmern derweil an den Kulissen. 1000 Meter Dachlatten sind verbaut, 90 Meter Kulissenwand verschraubt. Damit die Sporthalle in eine Dschungellandschaft verzaubert werden kann, hat Hans Jürgen Synold aus Alverdissen kurzerhand eine Fabrikhalle angemietet und 270 Stunden seit Juli gemalt. Wer sich an die Unterwasserwelt von Arielle im letzten Jahr erinnert, wird sicher wieder ins Schwärmen kommen. Aus Papprollen macht er Bambusstäbe, sodass Vereinsmitglieder gefragt haben, wo er den tollen Bambus her hat und auf Stofffetzen werden Lianen geflochten.

Marion van Aaken beschäftigt sich seit Februar mit ganz anderen Dingen. Texte schreiben, Musik raussuchen, Sprecher für die Sprachaufnahmen finden und das Ganze zusammenfügen. „Das Stück ist niemals fertig, hier fehlen noch Affengeräusche, ein Elefantenschrei, ein Gewehrschuss oder eine Schiffssirene. Irgendetwas entdecken meine Sportler immer, sodass ich regelmäßig an den Rechner gehe und die Tracks verändere.“ Unterstützung bekomme ich dabei von meinen beiden „Tarzan“ Hauptdarstellern Felix Nolte und Marwin Kalkau aus Hilligsfeld“. Die beiden Sportler, unterstützen Marion in der Gesamtchoreographie und in der Musikauswahl. Rund 100 Stunden kommen zusammen, bevor die Musik fertig ist. Alles in allem sind viele ehrenamtliche Helfer 1500 Stunden damit beschäftigt, die Show zu dem zu machen, was sie ist. Der größte Lohn für das Engagement ist natürlich eine ausverkaufte Sporthalle. Wer die Show sehen möchte, kann bei der Dewezet Hamen, SSK Hameln, im Hefehof Hameln, bei Meisoll und Kunterbunt in Aerzen, beim Vario Fit in Emmerthal oder unter 05151-52885 Karten bekommen. Karten gibt es noch für den 8.1. um 15 Uhr in der Rattenfängerhalle und für den 20.11 um 19 Uhr in der Hummetalsporthalle in Aerzen. Weitere Aufführungen finden am 15. und 16.1.2011 in Bösingfeld statt.

Anke Kalkau beim Nähen der Kostüme.
  • Anke Kalkau beim Nähen der Kostüme.
Tarzan hilft auch bei der Choreographie.
  • Tarzan hilft auch bei der Choreographie.

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