weather-image
16°
×

Viermal Gold, siebenmal Silber und nur fünfmal Bronze verliehen.

15 städtische Biotope bewertet

Hameln (ul). Gütesiegel weiten sich auch auf den Freizeitbereich aus. So stellen sich die 14 Hamelner Kleingartenvereine und eine Pyrmonter Gartenkolonie, die dem Bezirksverband Hameln der Kleingärtner e.V. angehören, alle drei Jahre einem Qualitätswettbewerb. Zwei Tage lang zog die siebenköpfige Prüfungskommission von Kleingartenanlage zu Kleingartenanlage und vergab zu 15 Themen Noten von 1 bis 10. Dabei geht es nicht um die dicksten Kartoffeln oder die originellsten Gartenlauben. Pflanzen-, Vogel- und Insektenschutz gelten neben der Sauberkeit und dem Erholungswert in jeder Gartenkolonie unter den biologischen Fachberatern als entscheidende Kriterien für den Erhalt dieser städtischen Biotope.

veröffentlicht am 15.09.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

„Um auch älteren Gartenkolonien ohne große Freifläche eine Chance zum Aufstieg in die Top-Liga zu geben“, wie Verbandsvorsitzender Wolfgang Schünemann erläuterte, wurden alle den Wettbewerb verzerrenden Kriterien ausgeschlossen. Nach Erstellung einer Bildershow erfolgte jetzt in der Gartenkolonie am See die Präsentation des Rundgangs auf Großbildleinwand mit Urkunden- und Preisvergabe. Die Vorstände der Gartenkolonie am See, Weserblick, Brösselweg und Scheckenwerder freuten sich über die 300 Euro Preisgeld für die goldene Urkunde. Vertreter von den Kolonien Heideweg, Abendfrieden, Feierabend, Julius Tönebön, Ulmenweg, Am Hastebach und Bad Pyrmont nahmen je 100 Euro Preisgeld für die silberne Urkunde entgegen. Ohne Trostgeld nahmen die Vorstände der Gartenkolonien Im Westen, Königstuhl, Riepenbach, Ohrberg und An der Hameln ihre Bronzeurkunde entgegen.

Jury-Mitglied Brundhilde Kühl lobte den guten Zustand der Wege. Bewertet wurde beispielsweise die Blumenvielfalt danach, ob die Pflanzen den Insekten nützlich sind. Standard sind in jeder Gartenkolonie deshalb bereits die Insektenhotels und Kompostanlagen. Verbesserungswürdig hingegen sind die Spielflächen für Kinder in den Gartenkolonien, hier zeigen sich die ersten Auswirkungen des demografischen Wandels. Einige Schaukästen als Visitenkarten am Eingang jeder Kolonie wiesen Mängel auf, wie Udo Hoffmeister als Fachberater anmerkte. Auch die Weiterbildung zum Fachberater in den einzelnen Kolonien laufe erfolgreich, berichtete Peter Sierek. 25 Teilnehmer hätten sich zum Grundlehrgang angemeldet und für die erweiterte Ausbildung F 1 im Jahr 2011 liegen schon zehn Anmeldungen vor.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2020
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Kontakt
Redaktion
E-Mail: redaktion@dewezet.de
Telefon: 05151 - 200 420/432
Anzeigen
Anzeigen (Online): Online-Service-Center
Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
Abo-Service
Abo-Service (Online): Online-Service-Center
Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
X
Kontakt