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Am Doktorsee blühen die Rosen, viele Blumen sind zu früh dran / Vor einem Jahr Minusgrade

15 Grad - da bleibt der Mantel im Schrank

Rinteln (clb). In New York haben am vergangenen Wochenende Kinder in T-Shirts und kurzen Hosen bei sonnigen Frühlingstemperaturen von 22 Grad Fußball gespielt, in Berlin sind erneut Marienkäfer gesichtet worden und auch in der Rintelner Fußgängerzone zeigte das Thermometer gestern frühlingshafte 15 Grad an.

veröffentlicht am 11.01.2007 um 00:00 Uhr

14 Grad in der Fußgängerzone...

Mit Beginn des Jahres 2007 sind auch die Temperaturen wieder kontinuierlich gestiegen. Pelzmäntel, Handschuhe und dicke Pullover können auch in den nächsten Tagen noch getrost zu Hause bleiben - denn der Winter lässt weiterhin auf sich warten. Nach dem ebenfalls ungewöhnlich warmen Herbst ein weiteres Indiz für die globale Klimaerwärmung? Vergleicht man die Temperaturwerte der vergangenen Tage mit denen des Vorjahres, kann man einen Unterschied von nahezu 20 Grad feststellen. Denn wo die Werte am 6., 7. und 8. Januar 2006 noch kontiniuierlich unter dem Gefrierpunkt lagen, befinden sie sich - genau ein Jahr später - zwischen 8 und 15 Grad. Diese Daten wurden an der Wetterstation Rinteln gemessen und von der Meteo Media AG in Köln ausgewertet. Und nicht nur die Temperaturen, auch die Niederschlagswerte sind in diesem Januar mit 15 bis 23 Litern pro Quadratmeter deutlich höher als die des Vorjahres - da waren es nur drei bis zehn Liter pro Quadratmeter. Aufgrund des Zusammenspiels von mildem Klima und viel Niederschlag hat auch das Wachstum einiger Pflanzen deutlich früher eingesetzt. Am Doktorsee blühen bereits - oder immer noch - die Rosen und auch die Rintelner Gärtnereien Korff und Lippold-Ladage haben veränderten Verhaltensweisen von Pflanzen beobachtet. Auffällig sei vor allem, dass die Blumen, die normalerweise erst im Februar oder März ihre Blütezeit haben, schon im Dezember ihre volle Farbenpracht entwickelt haben, schildert Marina Deerberg von der Gärtnerei Korff. Zu den betroffenen Pflanzen würden vor allem Seidelbast, Winterjasmin und Zwiebelgewächse zählen, die jedoch - im Falle eines Kälteeinbruchs - in eine Winterstarre verfallen würden. Damit sind diese "Frühblüher" - im Vergleich etwa zu Magnolien, die bei Frost sofort eingehen würden - relativ unempfindlich , wie Marina Deerberg weiter erklärt. Im letzten Jahr hingegen habe die Blütezeit der Pflanzen aber noch zum gewohnten Zeitpunkt eingesetzt. Auch die Wettervorhersage für die nächsten Tage kündigt (laut www.wetter.com) weder sinkende Temperaturen noch Frostperioden an: Es wird weiterhin wolkig, regnerisch und stürmisch sein, die Temperaturen bleiben mild - voraussichtlich zwischen 6 und 11 Grad.

...15 Grad am Pferdemarkt.
  • ...15 Grad am Pferdemarkt.


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