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Soltec-Macher in ihrem Konzept bestätigt / Erwartungen weit übertroffen / Erweiterung in Planung

15 000 wollten alles über Energie wissen

Hameln (hx). „Wir sind auch nächstes Jahr dabei“, so das Fazit von Jörg Völker, Aussteller der Firma AS Solar aus Hannover. Und damit steht er nicht alleine, denn die Besucherzahlen haben allen 150 Ausstellern gezeigt, dass die Soltec die Top-Messe für umweltfreundliche Energieformen ist. Dabei kamen 70 Prozent der Aussteller aus der Region. „Ich hatte mit 12 000 Besuchern gerechnet, mit rund 15 000 Besuchern wurden meine Erwartungen noch übertroffen“, sagt Rainer Timpe, Veranstalter der Soltec, Norddeutschlands größter Spezialmesse für Sonne und Energie.

veröffentlicht am 06.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

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Hamelns Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop sprach sogar von einer „absoluten Festigung des Messestandortes Hameln für die Soltec“. Mit finanzieller Unterstützung durch das Umweltministerium, zugesagt von Umweltminister Hans-Heinrich Sander, ist eine Erweiterung in den Bürgergarten angedacht, um besonders die Geothermie noch besser zu präsentieren. „Das werden wir im Soltec-Beirat noch genauer planen, und vor allem weiter im Verbund mit dem Umwelttag bleiben“, betont Wittkop. Die Soltec werde sich noch stärker zu einer Mehrbranchen-Energiemesse entwickeln, kündigte Timpe an. Die schon bestehenden Schwerpunkte Photovoltaik, Solarthermie, das Heizen mit Holz würden dann um das Thema Tiefenbohrung und Wärmepumpen ergänzt, wobei die Wärmepumpe schon auf dieser Soltec ein wichtiger Schwerpunkt gewesen sei.

Berend Reinink von Elektroma bewertete die Photovoltaik als absoluten Messeschwerpunkt, gefolgt von der Solarthermie. Denn nur 10 Prozent der Besucher interessierten sich für Pelletheizungen oder Geothermie. „Bei der Photovoltaik können wir gar nicht alle Kundenanfragen für dieses Jahr bedienen“, bilanziert Reinink.

Messebesucher Rainer Borowski aus Bad Pyrmont hat auf der Soltec mit dem CO2 Wärmepumpensystem eine Alternative für sein Grundstück entdeckt. In der Kurstadt sind keine Bohrungen für Geothermie wegen der Quellen erlaubt. „Ich kann nun flacher bohren und es geht vom CO2 Gas keine denkbare Umweltgefährdung aus“, hat er sich informiert.

Auch andere Aspekte deckte das Ausstellerspektrum ab. So wurde als absolute Neuheit das Reinigungssystem Puraqleen für Photovoltaikmodule vorgestellt, dass den Wirkungsgrad verschmutzter Module wieder erhöhen kann. Eine Erleichterung für Installateure liefert die von PixD entwickelte Software zur genauen Vermessung von Dächern mithilfe von Digitalbildern. Aber nicht jeder Aussteller fand im Zelt Platz und das hatte auch seine Schattenseiten. „Im Weserberglandzentrum waren wir etwas ab vom Schuss“, meint Christof Schulze von e.on, „aber wir hatten trotzdem viele gute Gespräche“. Das bekräftigt auch Laura Weber vom ISFH. „Bei uns wurden Grundlagen der Solarenergie stark nachgefragt.“ Und so bestätigen viele Abschlüsse und Folgetermine die Soltec-Macher in ihrem Konzept.

Soltec Veranstalter Rainer Timpe (von links) informiert sich gemeinsam mit Hamelns Wirtschaftsförderer Dietmar Wittkop bei Berend Reinink von Elektroma über die Technik der neuesten Solarmodule. Foto: hx

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