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Seit gestern gehen die Telefone in Schaumburg wieder

13 Tage braucht die Telekom, um einen Blitzschaden zu beheben

Schaumburg (wm). Seit dem schweren Gewitter am Freitag vor Pfingsten waren die Telefone mehrerer Familien in Schaumburg tot. Seit gestern gehen sie wieder.

veröffentlicht am 08.06.2007 um 00:00 Uhr

Äußerlich unversehrt - der defekte Verteilerkasten. Foto: tol

Zwar konnte man wählen, aber kein Ruf ging raus oder rein, dreizehn Tage lang. Kein Wunder, dass die betroffenen Anwohner langsam aber sicher nervös und sauer geworden sind. Gastronomin Sibylle Elsner erinnert sich: An diesem Freitag sind in der Nähe der Paschenburg mehrere Blitze eingeschlagen. Einer davon hat in einem Verteilerkasten unterhalb der Paschenburg einen Überspannungsschaden verursacht. Vor neun Tagen, berichtete gestern Sibylle Elsner, habe ein Telekom-Techniker versprochen, der Schaden würde behoben - bis gestern morgen ist nichts passiert. Für die Familie Elsner geht es auch um bares Geld, um einen nicht geringen Verdienstausfall, denn viele Gäste, die auf der Paschenburg essen wollen, rufen vorher an - die kämen zwar durch, wenn sie so viel Geduld hätten, sieben Klingeltöne abzuwarten, denn dann schaltet der analoge Anschluss auf das Handy von Sibylle Elsner weiter: "Aber alle Gäste tun das nicht." Ein existenzielles Problem hat die 94-jährige Elisabeth Hein: Ihr Notruf zum Pflegedienst Rinteln funktioniert nicht. Der Telekom-Pressesprecher in Bielefeld war gestern nicht zur erreichen (wegen Fronleichnam), bei seinem Kollegen Andreas Fuchs ebenfalls Fehlanzeige - der ist im Urlaub (bis 25. Juni). Maika Alexander Spangenberg in Hamburg sah sich (verständlicherweise) nicht zuständig, und bei der Zentrale in Bonn lief den ganzen Vormittag über eine Bandansage: "Zurzeit sind wir telefonisch leider nicht erreichbar..." Dann geschieht das Wunder: Gestern um 12.45 Uhr gingen alle Telefone wieder, Schaumburg und die Paschenburg sind komplett wieder erreichbar - auch analog.



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