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170 000 Euro kostete das Solarbad in 2010 / Pumpen laufen noch nicht auf „Ideallinie“

13 000 schwimmen mit Einzelkarte

Lindhorst (gus). Auf 170 000 Euro belaufen sich die Kosten für das Solarfreibad Lindhorst mit Lehrschwimmhalle in 2010. So hoch ist laut Jahresbericht der Zuschussanteil an den Betriebskosten, den die Samtgemeinde zu zahlen hat. Ungeachtet dieser Kosten für die freiwillige Leistung der Kommune drückten die Mitglieder der Samtgemeinderatsfraktionen ihren Willen aus, das Bad in jedem Fall zu erhalten.

veröffentlicht am 11.05.2011 um 00:00 Uhr

Der sogenannte Betriebskostenzuschuss resultiert aus einem mittelprächtigen Betriebsjahr. So interpretierte Samtgemeindebürgermeister Gerd Busche die Frequentierung im Jahr 2010. 124 Einzelkarten sind in der Vorsaison (bis Ende März) an Erwachsene ausgegeben worden. 290 Jugendliche kauften in dieser Zeit eine Karte. 690 Zehnerkarten wurden an Kinder und Jugendliche veräußert, 330 Erwachsene griffen zum Zehnerblock.

In der Hauptsaison vom 13. Mai bis 11. September kauften 5470 Erwachsene Einzeltickets, 7859 Jugendliche taten dasselbe. 1150 Zehnerkarten gingen an Männer und Frauen, 1720 an Jugendliche. 149 Jugendliche und Kinder sowie 21 Erwachsene besaßen eine Saisonkarte, hinzu kamen 20 Familienkarten. Sechs weitere Saisontickets für Familien gingen zum erstmals angebotenen Sozialtarif über den „Ladentisch“.

In der Nachsaison vom 11. Oktober bis kurz vor Weihnachten wurde es wieder etwas ruhiger, da das Freibad schloss und – analog zur Vorsaison – das Lehrschwimmbad öffnete. Dort badeten 101 Erwachsene sowie 175 Kinder und Jugendliche mit Einzelkarte. 610 Erwachsene und 700 Jugendliche lösten einen Zehnerblock. Immerhin eine Saisonkarte wurde verkauft. Die Zahl der Einzelkarten liegt damit in 2010 insgesamt bei rund 13 000.

Daraus resultieren Einnahmen von 37 709 Euro. Auf der Einnahmeseite stehen außerdem Mieten und Pachten, eine e.on-Dividende und eine Erstattung aus der Körperschaftssteuer, die dem Solarfreibad-Etat zugerechnet werden. Da 33 595 Euro aus dem Konjunkturpaket II als Einzahlung für Investitionen verbucht wurden, belaufen sich die Gesamteinnahmen auf fast 160 000 Euro.

Dem stehen 304 519 Euro an Ausgaben aus dem laufenden Betrieb gegenüber. Weitere 34 223 Euro wurden aus eigener Tasche investiert. Dahinter verbergen sich die aus dem „Paket II“ mitbezahlten neuen Pumpen. Es summieren sich Ausgaben von 338 743 Euro. Von dem negativen Saldo von 178 804 Euro entfallen 8368 Euro auf die beiden Grundschulstandorte, womit sich das Defizit von 170 436 Euro auf der Ausgabenseite des Samtgemeinde-Etats ergibt.

Bezüglich der Großinvestition von gut 70 000 Euro für die Pumpen musste Busche dem Rat gegenüber eingestehen, dass die Ersparnisse im Energiebereich nicht so hoch ausgefallen sind, wie erhofft. Als die Pumpen bei einer Leistung von 70 Prozent gelaufen seien, habe sich starker Algenbefall entwickelt. In der am 14. Mai beginnenden Freibadsaison soll mit einer etwas höheren Auslastung probiert werden, die „Ideallinie“ zu finden. Die Verwaltung sucht weiter nach Möglichkeiten der Kostenreduzierung. So hat sich laut Busche ein neuer Energieversorger gemeldet, der ein Angebot für das Bad vorlegen will. Unter anderem komme auch Photovoltaik statt reiner Sonnenwärme-Nutzung in Betracht.



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