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Tradition und Innovation

125 Jahre Rabe Anstrichtechnik

Das Unternehmen Rabe Anstrichtechnik hat sein 125-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 400 Gäste folgten der Einladung von Jörg-Wilhelm Mevert in den Gasthof Vehlen. „Unseren Erfolg haben wir vor allem unseren Mitarbeitern und Geschäftspartner zu verdanken. Dafür wollten wir uns gerne bei ihnen mit einem rauschenden Fest bedanken“, erklärt der Geschäftsführer.

veröffentlicht am 23.06.2017 um 16:16 Uhr

Die Mitarbeiter von Rabe Anstrichtechnik können auf eine 125-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Foto: Mevert

Mit von der Partie waren unter anderem der Comedian Markus Maria Profitlich und die Top-40-Live-Band Sunrise. „Ein Mega-Event“, fasst Mevert seine Eindrücke zusammen.

Davon hätte Wilhelm Rabe sicher nicht zu träumen gewagt, als er anno 1892 im Hause Beeke 5 einen kleinen Malereibetrieb gründete. Startkapital waren seinerzeit zwei Mitarbeiter und ein Bollerwagen. 125 Jahre später beschäftigt der Handwerksbetrieb mehr als 60 Fachkräfte und ist mit seiner Fahrzeugflotte in ganz Norddeutschland unterwegs.

Auf den Gründer folgten dessen Sohn Heinrich und Enkel Jürgen Rabe. 2005 übernahm Mevert die Firma. Der Inhaber absolvierte zunächst eine Maurerlehre und studierte nach dem Fachabitur Bauingenieurswesen. Aus dem Kleinstbetrieb hat sich ein Unternehmen entwickelt, das nach wie vor vom über die Generationen gesammelten und weitergegebenen Wissen um alte Techniken und neue Farbrezepturen profitiert.

„Tradition trifft Innovation“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. „Im Zentrum unseres Schaffens steht ein hoher Qualitätsanspruch in Verbindung mit schöpferischer Kreativität.“ Was auch auf die zusätzlich zum klassischen Malergeschäft aufgebauten Geschäftsfelder Bodenbeläge und Wärmedämmverbundsysteme zutreffe.

„Tradition“, erläutert Mevert, „besitzt für den Kunden einen besonderen Stellenwert.“ Darüber hinaus sage das Alter eines Unternehmens auch etwas über dessen Leistungsfähigkeit aus, denn Erfahrung sei durch nichts zu ersetzen. Gleichwohl gelte es, die richtige Balance zwischen Tradition und Innovation zu finden. „Der Markt ist reich an Schwankungen und immer in Bewegung. Darum dürfen wir uns nicht auf unserem Erbe ausruhen, sondern müssen uns auf diese Veränderungen einstellen.“

In dieser Hinsicht kann sich der Inhaber auf eine bestens ausgebildete Mitarbeiterschaft verlassen. Zudem legt er großen Wert auf die Nachwuchsschulung. Rabe Anstrichtechnik beschäftigt durchschnittlich drei bis vier Lehrlinge pro Jahr. Die Azubis sollen nicht zuletzt die Zukunft des weiterhin auf Wachstum setzenden Betriebs sichern.

Mevert zu diesem Aspekt: „Unser Umsatz hat sich seit 2005 vervierfacht. Dieses Tempo werden wir so nicht halten können. Das ist wie im Hochleistungssport. Regenerationsphasen sind genauso wichtig wie Leistungsphasen. Unser Fokus liegt zum einen auf der Weiterentwicklung unserer Leistungspalette und zum anderen auf einer intensiven Stammkundenpflege sowie der Erweiterung unseres Aktionsradius.“

Dieser umfasst gegenwärtig rund 400 Kilometer. Zur Kundschaft zählen kirchliche Träger sowie soziale und kulturelle Einrichtungen ebenso wie Städte, Kommunen, Generalunternehmen, Industrie, Handel und private Auftraggeber. In den Diensten der Kunden haben in den zurückliegenden 125 Jahren rund 900 Mitarbeiter, 6,8 Millionen Liter Farbe, 62000 Pinsel und 5000 Tonnen Dämmkleber verbraucht, etwa zehn Millionen Kilometer zurückgelegt - und zirka 70 Millionen Euro Umsatz erwirtschaftet. bus

Am Rande: Vor 125 Jahren gab es noch sogenannte Trockenwohner, die frisch verputzten Wohnungen mehrere Monate lang gegen eine geringe Miete die Feuchtigkeit entzogen. Heute finden variable Putze und fortschrittliche Farbsysteme Verwendung. Infrarotreflektierende Farbtonrezepturen reduzieren das Aufheizen der Oberflächen und eröffnen der Gestaltung maximalen Spielraum. bus

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