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Orkan Kyrill hatte Dach des Dorfgemeinschaftshauses beschädigt: 13 000 Euro fällig

120 Haushalte spenden für Dachsanierung

Goldbeck (ima). Eine steife Brise sind die Goldbecker gewohnt. Der Orkan "Kyrill" vor gut sechs Wochen war allerdings ein anderes Kaliber. Das bekam vor allem das Dorfgemeinschaftshaus zu spüren, das Dach auf der Nordseite hielt dem Sturm nicht stand. "In der vergangenen Woche haben wir die Reparatur angefangen, die von dem Sturm betroffene Seite ist jetzt erneuert", resümiert Ulrich Zimmermann, erster Vorsitzender des Vereins Dorfgemeinschaftshaus. Bei gutem Wetter sollen auch die restlichen Dachflächen neu eingedeckt werden.

veröffentlicht am 06.03.2007 um 00:00 Uhr

Das Norddach ist so gut wie fertig gestellt: "Es fehlen nur noch

Gut 13 000 Euro hat die Reparatur des Norddachs gekostet. Die Summe wird von der Versicherungübernommen, allerdings soll bei dieser Gelegenheit auch die Südseite des Daches saniert werden. Dafür wurden 15 000 Euro veranschlagt, die der Verein aus eigener Tasche finanzieren muss. Die Frauen der Dorfgemeinschaft haben daraufhin im Ort eine Spendensammlung durchgeführt - mit großem Erfolg: "Etwa 120 Haushalte haben dafür gespendet", schätzt Zimmermann, "das war sehr positiv, die Spendenbereitschaft war sehr gut." Das Geld für ein neues Süddach hat der Verein also zusammenbekommen - jetzt wartet man nur noch auf beständiges Wetter, dann kann es losgehen. Aber nicht nur durch Spenden haben die Goldbecker der Dorfgemeinschaft unter die Arme gegriffen, betont Vorstandsmitglied Klaus-Dieter Budde: "Da hat sich mal wieder gezeigt, dass der Zusammenhalt hier auf dem Dorf funktioniert. Da hat eine einfache Ansprache an die handwerklich begabten Bürger gereicht, dass die mitgeholfen haben und wir innerhalb kürzester Zeit die beschädigte Seite reparieren konnten. Die Arbeiten für den oberen Bereich sind weitestgehend abgeschlossen worden, es fehlen letztendlich nur noch wenige Pfannen." Einen Wermutstropfen gibt es allerdings: Insgesamt seien die Arbeiten nicht nur auf Wohlwollen gestoßen, bedauert Budde. Ein anonymer Anrufer hatte sich bei der Polizei über die angeblich unsachgemäße Verarbeitung und Abfallentsorgung beschwert. Ein Vorwurf, den Klaus-Dieter Budde entschieden von sich weist: Der Schutt samt seiner Asbestbestandteile sei von einem zertifizierten Unternehmen abgeholt und ordnungsgemäß entsorgt worden: "Es war auf den ersten Blick erkennbar, dass nichts Widerrechtliches gemacht worden war, der Fall hatte sich dann für die Ordnungsbehörden auch erledigt." Das Schadensbild am Dorfgemeinschaftshaus war eindrucksvoll: "Kyrill" hatte auf der Nordseite "das Dach mit Dachlatten und sechs Sparren komplett angehoben und zur Seite heruntergeweht", erinnert sich Ulrich Zimmermann. Die Feuerwehren aus Goldbeck und Wennenkamp haben Nothilfe geleistet und noch in der Sturmnacht eine Plane organisiert, um das Dach notdürftig abzudichten: "Gemeinsam haben wir die unten liegenden Sparren wieder aufs Dach gebracht und das Dach provisorisch geflickt, so dass es einigermaßen dicht war", so der Vereinsvorsitzende. "Dadurch, dass wir die Notmaßnahmen getroffen haben, hat es nur wenig durchgeschlagen, so dass der untere Raum weiter genutzt werden konnte," sagt Ulrich Zimmermann, "es hat nur zweimal durchgeregnet, ansonsten haben wir Glück gehabt." Unter dem neuen Dach wird die nächste Mitgliederversammlung des Dorfgemeinschaftshaus e.V. stattfinden. Der ursprünglich auf den 9. März angesetzte Termin wurde nun auf Freitag, den 16. März, verschoben. Der Vereinsvorstand lädt dazu alle Mitglieder und interessierte Bürger um 19.30 Uhr ins Dorfgemeinschaftshaus ein.



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