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Sonnenbrinkbad beendet Saison / Vielschwimmer Irmgard Seiger und Ulrich Steuber geehrt

112 953 Badegäste - "das ist absoluter Rekord!"

Obernkirchen (crs). Das war's. Nach 197 Tagen und 112 953 Badegästen - "das ist absoluter Rekord!", jubelt Freibad-Chefin Christine Nähring - hat das Obernkirchener Sonnenbrinkbad gestern Mittag als letztes Freibad weit und breit die Saison 2006 beendet. Den letzten Öffnungstag feierten die Stammschwimmer mit ihrem traditionellen Frühstücksbuffet in der Eingangshalle und natürlich mit einem letzten Sprung ins noch immer gut 28 Grad warme Wasser.

veröffentlicht am 06.11.2006 um 00:00 Uhr

Eine Urkunde, eine Medaille und ein flauschiges Badetuch gab's f

Wie in jedem Jahr ehrte Christine Nähring die Schwimmer, die seit der Eröffnung am 23. April die meisten Bahnen gezogen hatten. Und wie in jedem Jahr standen dabei die gleichen Namen ganz weit oben. Irmgard Seiger ist in den vergangenen Monaten unglaubliche 883 000 Meter geschwommen und führt damit die Rangliste der Frauen mit großem Abstand an. Es folgen Karin Schaper mit 290 000 Metern und Anke Kläfker mit 221 500 Metern. Insgesamt haben 13 Damen bei diesem sportlich-freundschaftlichen Wettstreit mitgemacht und nach jedem Schwimmbad-Besuch die zurückgelegten Meter angegeben. "Ihr Männer seid offenbar fauler", lachte Christine Nähring bei der Bekanntgabe der Platzierungen: Mit Ulrich Steuber (818 000 Meter) und Joachim Bockisch (282 000 Meter) hatten sich nur zwei Herren an der Auswertung beteiligt - und auch die sind seit Jahren als begeisterte Vielschwimmer bekannt. Eine besondere Auszeichnung wurde außerdem Ernst Luhmann zuteil. Der 73-Jährige aus Berenbusch radelt jeden Morgen die 12,5 Kilometer von seinem Haus zum Sonnenbrinkbad. "So ungefähr eine Stunde bin ich da unterwegs", sagt der begeisterte Schwimmer fröhlich. "Und bei viel Wind dauert's auch mal länger." Die Stammschwimmer bedankten sich auf ihre Weise beim Sonnenbrinkbad-Team. 84 Badegäste haben gesammelt, 1030 Euro sind so zusammengekommen, "5 Euro mehr als letztes Jahr", freute sich Irmgard Seiger, die Christine Nähring stellvertretend "für das Team von der Sole zwei Hände voller Kohle" überreichte. Die freute sich und war voller Wehmut zugleich: "Schon komisch, dass es jetzt vorbei ist." Nur die Arbeit, die geht weiter. "Wir haben ganz viel zu tun", gibt Christine Nähring eine kleine Vorschau auf die kommenden Wochen. Die Beckeneinströmung muss repariert werden, die Rohre sind sehr alt und völlig kaputt. Das sollte eigentlich schon im Frühjahr erledigt werden, aber dann machte der lange und strenge Winter den Ehrenamtlichen vom Förderverein einen Strich durch die Rechnung. Deswegen wird in den kommenden Tagen das Wasser abgelassen. Außerdem wird im Gebäude der Boden aufgerissen, die Fliesen werden ausgetauscht. Mit den höheren Einnahmen durch das Besucher-Plus hat der Förderverein einen guten finanziellen Grundstock, aber ehrenamtliche Hilfe wird noch gesucht. "Wir brauchen jede Hand", sagt Christine Nähring. Einfach anrufen: (05724) 902732 - denn das Team hat keine Winterpause.

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