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Heute Benefizkonzert: Wie die "Initiative Sudan" den Menschen hilft

"1,06 Prozent für die Verwaltung"

Obernkirchen (rnk). Die Antwort kommt ebenso prompt, wie sie exakt ist: "Genau 1,06 Prozent der Spenden für den Sudan werden für die Verwaltung genutzt", erklärt Pater Stephan Reimund Senge am Telefon im Kloster Himmerod in der Eifel: "Wir sind ein kleiner Verein mit gerade zehn Mitarbeitern." "Wir", das ist die "Initiative Sudan", ein eingetragener Verein, den Senge 1997 begründet hat und deren erster Vorsitzender er ist.

veröffentlicht am 06.06.2008 um 00:00 Uhr

Heute Abend mit dabei: Die Kirchenband "St. Mary's". Foto: pr

Die "Initiative Sudan" setzt auf gut ausgebildete Menschen als wichtige und entscheidende Zukunftsperspektive des Landes. Deswegen legte sie hier den Schwerpunkt ihrer Arbeit, indem sie Schulen und deren Ausstattung betreut, indem sie sich um die Ausbildung von Lehrkräften bemüht und ihre Bezahlung ermöglicht, indem sie Studenten in ihrem Studium unterstützt. Darüber hinaus hilft sie finanziell beim Aufbau eines Friedensdorfes. Weitere Aufgaben nimmt sie wahr, indem sie Kontakte zwischen sudanesischen und deutschen Jugendlichen herstellt, von denen beide Seiten profitieren, und indem sie versucht, ihre eigenen Bemühungen mit denen anderer Personen und Organisationen zu vernetzen. "Vor allem an Schulen werbe ich dafür", erklärt Senge, der seine Arbeit mit einem hörbaren Lächeln so beschreibt: "Ich zieh' bettelnd durchs Land." Informieren, ohne zu schockieren, so beschreibt Senge sein Anliegen: Den Menschen ein Land nahe bringen, durch Vorträge, Bücher und Bilder, "ein Gesamtbild vermitteln" nennt es der 1937 geborene Pater. Der Skandal um Unicef hat die Spendenfreudigkeit seiner Klientel nicht beeinträchtigt, erklärt Senge: "Eher im Gegenteil." Aus zwei Gründe: Erstens sei die "Initiative Sudan" einer von 200 Vereinen, die das offizielle Spendensiegel tragen dürften, zweitens bürge er persönlich für die Seriosität der Initiative und den Umgang mit den Spendengeldern. Und das glaubt man ihm auch, dem Charismatiker, der vor zwei, drei Jahren schon einmal in der Bergstadt war und dort im Stiftssaal aus seinen Büchern las, über Gott und die Welt plauderte, über den Sudan natürlich auch, und über seinen Glauben. "Gott freut sich auf mich", formulierte er damals. Heute freut sich Obernkirchen auf Pater Senge, den Chor "kreuz& quer" und die Kirchenband "St. Mary's". Beginn des Benefizkonzertes für die "Initiative Sudan" ist um 20 Uhr in der Stiftskirche. Der Eintritt ist frei.

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