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Dr. Nadja Anna Zsoeks und Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe geben sich das Ja-Wort

1000 Gäste werden zur Traumhochzeit erwartet

Bückeburg. In weniger als zehn Tagen kommt auf die Bückeburger ein Ereignis zu, wie sie es in diesem Jahrtausend noch nicht erlebt haben. Fürst Alexander zu Schaumburg-Lippe (48) wird seiner Lebensgefährtin Dr. Nadja Anna Zsoeks (32) das Ja-Wort geben. Und sie natürlich auch ihm. Feiern werden die beiden standesgemäß. Die Feierlichkeiten erstrecken sich über drei Tage. Annähernd 1000 Gäste aus der Welt des Adels und der Politik, aus Film und Fernsehen bekannte Gesichter, Lokalprominenz und viele, viele andere werden erwartet. Die meisten Schaumburger können und werden an diesem Ereignis, so sie es möchten, als Zaungäste teilhaben. Für sie dürften insbesondere zwei Tage von Interesse sein: der Tag der standesamtlichen Trauung sowie der Tag der kirchlichen Trauung.

veröffentlicht am 19.06.2007 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:06 Uhr

Fürst Alexander und die Frau an seiner Seite: Dr. jur. Nadja Ann
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Thomas Meinecke Redakteur zur Autorenseite

Die Ehe beginnt, wie jedermann weiß, im Privaten, aber besiegelt wird sie im Standesamt. Seit langem ist es in Bückeburg guter Brauch, den Bund fürs Leben im Historischen Saal des Rathauses zu schließen. Da macht das Brautpaar, von dem hier die Rede ist, natürlich keine Ausnahme. Die beiden haben am Donnerstag, 28. Juni, einenTermin beim Bürgermeister. Denn es ist Reiner Brombach selbst, der Nadja, wie ihr Liebster sie nennt, und Alex, wie seine Liebste ihn nennt, das Ja-Wort abnimmt und sie auffordert, ihre Unterschriften unter die amtliche Urkunde zu setzten. Punkt 11.30 Uhr beginnt die Zeremonie im Rathaus, die selbstverständlich im engsten Familienkreis und unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Ihr wohnen neben Eleonore Zsoeks und Fürstin Benita zu Schaumburg-Lippe, den künftigen Schwiegermüttern des Paares, auch die beiden Trauzeugen - die engste Freundin der Braut und der engste Freund des Bräutigams - und außerdem eine Handvoll weiterer Gäste bei. Trotzdem kann die interessierteÖffentlichkeit daran teilhaben. Kurz vor dem genannten Zeitpunkt werden die Eheleute in spe sich am Schloss aufmachen und die wenigen Meter durch das Schlosstor über den Marktplatz bis zum Rathaus - so das Wetter mitspielt - zu Fuß zurücklegen. Zwar ist der innere Schlossbezirk - übrigens während aller drei Festtage - ab der Schlossbrücke streng abgesperrt, doch zwischen Schlossbrücke und Rathaus ist genügend Platz für schaulustige Anteilnahme. Nach der Trauung zeigen sich Paar und Familie auf der Rathaustreppe und winken den Schaumburgern zu. Nachdem der Schütte-Chor den Frischvermählten ein Ständchen gesungen hat, zieht sich die kleine Hochzeitsgesellschaft ins Private zum Diner zurück. Am darauf folgenden Freitag stehen Vor- und Nachmittag vor allem im Zeichen der Ereignisse des nächsten Tages. Die beiden vorausgegangenen Landpartien in Bückeburg und im österreichischen Steyrling, wo das Fürstenhaus bekanntlich Besitztümer hat, haben in den Terminplanern des Paares und der vielen Hofkammermitarbeiter kaum Lücken gelassen. So gilt es jetzt, Dinge letzter Hand zu erledigen. Dekorateure und Cateringservice biegen auf die Zielgerade ein, in der Stadtkirche findet die Generalprobe der samstäglichen Trauungszeremonie statt. Am Abend heißt es dann: Entspannen, zurücklehnen, feiern. Auf dem Programm steht die "Brautsoiree". Dazu werden etwa 300 Gäste auf Schloss Bückeburg erwartet, wobei die Gästeschar vor allem vom Freundes- und Bekanntenkreis des Paares gebildet wird. Ob sich auf der Gästeliste auch "klangvolle" Namen befinden und um welche es sich dabei handelt, wird diese Zeitung zu einem späteren Zeitpunkt noch berichten. Nach einem Cocktailempfang imGroßen Festsaal des Schlosses wird in einem Festzelt auf der Schlossinsel eine legere Party steigen. Für Snacks und Getränke zeichnet mit "Feinkost Käfer" aus München ein Spezialist für gehobene Ansprüche verantwortlich. Für die Unterhaltung der Gäste sorgt - übrigens auf Empfehlung von Helmut Zerlett - der Pianist, Organist, Keyboarder, Verleger, Studioinhaber, Produzent und Komponist Martin Ernst, der eigens für diesen Anlass eine Big Band zusammenstellt hat. Ernst ist dem breiten Publikum als "Musical Director" der "RTL AllStars" bekannt. Der Höhepunkt der Hochzeitsfeierlichkeiten für Brautpaar und Familie nähert sich sicherlich mit dem Sonnabend, 30. Juni. Doch auch fürs schaulustige Publikum dürfte dieser Tag mit der kirchlichen Trauung in der Stadtkirche im Mittelpunkt des Interesses stehen. Glockenschlag 12 Uhr beginnt die Zeremonie. Zuvor fährt der engste Kreis der Hochzeitsgesellschaft - begleitet von vier "Schwarzen Reitern" und einer Reitereskadron - in fünf offenen Kutschen vom Schloss durch das Schlosstor und die Fußgängerzone hinauf zur Stadtkirche. Nach der Zeremonie, die gut und gerne eine Stunde dauern wird, geht es auf demselben Weg wieder hinunter zum Schloss. Der Fahrweg der Kutschen wird abgesperrt sein, rechts und links davon bleibt jedoch reichlich Platz für "Zaungäste". Zur Erinnerung: Bei der ersten Hochzeit des heutigen Fürsten vor etwa 14 Jahren verfolgten bis zu 15 000 Menschen das Geschehen. An dieser Stelle ist ein Einschub nötig: Zum einen hat die Tatsache, dass Alexander zu Schaumburg-Lippe bereits einmal verheiratet war, zum anderen hat neueres katholisches Kirchenrecht den Wunsch der katholischen Braut und des evangelisch-reformierten Bräutigams durchkreuzt, sich ökumenisch trauen zu lassen. Dazu muss die staatlich längst aufgehobene Ehe des Fürsten auch kirchenrechtlich annulliert und zudem ein kirchlicher "Dispens" erteilt werden. Dieses katholische Kirchenverfahren ist längst eingeleitet, aber - da langwierig - noch nicht abgeschlossen. Der katholische Teil der Trauung soll daher zu einem späteren Zeitpunkt im kleinen Kreis im österreichischen Steyrling nachgeholt werden. Der Hochzeitsgottesdienst selbst wird - aus kirchlicher Sicht - arbeitsteilig vonstatten gehen: Der evangelisch-reformierte Pastor Thomas Krage aus Bückeburg wird die Predigt halten; als "Hausherr" der Stadtkirche wird der evangelisch-lutherische Landesbischof Jürgen Johannesdotter die Trauung vornehmen. Zu den zahlreichen Mitwirkenden zählen das Orchester Göttinger Symphoniker mit seinem Dirigenten Christoph Mueller, die Sängerin Helen Donath, der Cellist Baron Freiherr Roderic von Bennigsen, die Kantorei der Stadtkirche, der Schaumburger Jugendchor und der Schütte-Chor. Unter den annähernd 500 Gästen finden sich neben etlichen "Promis" auch sehr viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens im Schaumburger Land. Die gesamte Gästeschar zieht nach der kirchlichen Trauung hinunter zum Schloss. Dort gibt das Fürstenhaus im Großen Festsaal Saal des Schlosses einen Empfang, der bis in den späten Nachmittag hinein andauern wird. Kurzes Verschnaufen für die Brautleute, hektisches Tun fürs Personal, denn bereits um 20 Uhr beginnt im Goldenen Salon des Schlosses der Cocktailempfang, mit dem die "Hochzeitssoiree" eingeläutet wird. Die 200 geladenen Gäste erwartet anschließend ein opulentes Menü im Großen Festsaal, wiederum zubereitet und serviert von den Spezialisten aus dem Hause Käfer. Nach kurzer Umbaupause beginnt der Hochzeitsball, den der traditionelle Brautwalzer eröffnen wird. Den musikalischen Part übernimmt der Multiinstrumentalist Winnie Appel - übrigens ein alter Freund des Bräutigams - der in Begleitung eines Saxophonisten die Gäste auf dem Parkett in Schwung bringen wird. Letzter Höhepunkt: Gegen Mitternacht wird das fackelbewehrte Bürgerbataillon samt den Bückeburger Jägern im Schlosshof aufmarschieren und zu einem kleinen Zapfenstreich ansetzen. Danach ist das Tanzparkett wieder frei, das Ende offen ...



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