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Sie kümmern sich um Waldbänke und Geselligkeit / Kleine Wanderungen und gemeinsame Fahrten

100 Jahre Pechclub Wangelist

HAMELN. So ein Glück für Wangelist mit seinem Pechclub.

veröffentlicht am 05.09.2019 um 00:00 Uhr

Absoluten Vorrang haben die über 30 Bänke und Tische, die vom Pechclub gebaut und an sieben Orten im Klüt- und Riepenwald aufgestellt wurden. Sie werden von den Mitgliedern gepflegt und wenn nötig erneuert. Für die Organisation dieser Aufgabe hat der Pechclub mit Dirk Rocktäschel einen „Bankrat“ im Vorstand des Clubs sitzen. Eine gute und enge Zusammenarbeit mit der Stadtforstverwaltung ist ebenso Voraussetzung wie natürlich auch die selbstverständliche Nutzung durch jeden Bürger.

Viermal im Jahr geht es zum Wandern in den Wald, wo es zum Frühstück am Platz „Bei den Heringsschwänzen“ ein Matjesbrötchen gibt und später, zu Mittag, auf dem „Hut Huts Platz“ oder an der Steinbruchhütte ein deftiges Essen gereicht wird.

Zusätzlich gibt es das Frühjahrs- und Herbstknobeln bzw. Skatspiel. Neben zehn Monatsversammlungen hat der Club die Halbjahres- und Jahreshauptversammlung. Dabei wird ein Essen gereicht und die Pechschwestern sind anwesend. Erwähnenswert ist natürlich auch die Weihnachtsfeier. Der Pechclub unternimmt alle fünf Jahre eine Mehrtagesfahrt. Dabei ging es schon in Weinbaugebiete, an die Küste, in den Spreewald. Im kommenden Jahr wird Prag angesteuert. Zwischendurch gibt es Tagesfahrten, vielfach mit einem Ausflugsdampfer.

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Der Pechclub bei einer Wanderung 1934. FOTO: Christian Wolter/PR

Den Vorsitz hat Thomas Droit. Der Pechclub hat für die Durchführung der Veranstaltungen zwei Pechbrüder im Vorstand als Vergnügungsrat Mario Schirp und Jörg Seger. Schon im Gründungsjahr 1919 wurden Achtellose in der Klassen- bzw. Reichslotterie gespielt. Gewinne blieben damals aus, die Vorgänger entschlossen sich daher zu dem Namen Pechclub. Das Lotto spielen wurde stark verändert, heute spielt man Samstagslotto oder Eurojackpot aber bisher ebenso glücklos.

Ein einziges Mal, vor 25 Jahren, kam ein kurzes Glück vorbei und jeder Pechbruder erhielt 500 Deutsche Mark ausgezahlt. Das Lottospiel, wie auch die finanziellen Bereiche, werden von Kassierer Marco Seeger überwacht. Der Club hat auch einen Ältestenrat, dessen Aufgabe es ist, jährlich im Januar den Vorsitzenden neu zu wählen und bei Diskrepanzen die „Wogen“ zu glätten. Diese Position hält Gerd Wolter. In Wangelist ist es seit Jahrzehnten gute Sitte, dass die Vereine bzw. Clubs alle fünf Jahre die Straßenfete und das Erntefest ausrichten. Der Pechclub hat das Glück dieses Jahr, zu seinem 100. Geburtstag, turnusgemäß mit diesen Veranstaltungen dran zu sein.

Anfang Juni fand die Straßenfete auf dem Privatgrundstück des Wangelister Ortsvorstehers Uwe Burhenne und seiner Frau Dubravka statt, wobei Uwe Burhenne Schriftführer des Pechclubs und dadurch auch Vertreter des Vorsitzenden ist. Die Verantwortlichen freuten sich riesig über die Vielzahl der teilnehmenden Personen, besonders, dass nicht nur „Alt Wangelist“ vertreten war, sondern auch „Wangelister Feld I und II“ und auch viele Klein Berkeler.

Anfang Juli 2019 wurde auf dem Finkenborn der 100-jährige Kommers gefeiert. Im Oktober folgt das Erntefest mit Tanz und Tombola, diesmal im Sportheim des TSV Klein Berkel, Hohe Linden. Wer Geselligkeit liebt und bei den Bänken mit anfassen kann, ist richtig im Club und kann jederzeit mal nachfragen. Der Schlachtruf lautet dreifach „Gut Pech“.



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