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Sichtungsturnier von D-Jugend Fußballspielerinnen mit TSV Nettelrede, MTSV Aerzen und HSC BW Tündern

1. VGH-Girls-Cup in Aerzen mit Last-Minute-Tor

Aerzen. Seit Jahren gilt der „Sparkassen-Cup“ für junge Fußballspieler als feste Größe bei der Sichtung und Talentförderung der E-Junioren. Der „Girls-Cup“ ist neu und zielt auf die D-Juniorinnen, in diesem Jahr auf die Jahrgänge 1999/2000 und 2001. Mit der VGH-Versicherungsgruppe hat der niedersächsische Fußballverband (NFV) einen Werbepartner gefunden, um auch unter den jungen Fußballerinnen frühzeitig Talente zu erkennen und zu fördern.

veröffentlicht am 31.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:41 Uhr

Der MTSV Aerzen hatte sich als Ausrichter des Sichtungsturniers beworben, so fand erstmalig im Landkreis im Stadion in Aerzen ein Vorrundenturnier des „VGH Girls-Cup“ statt.

In den 47 Kreisen Niedersachsens sind 15 Vorrunden-, zwei Zwischenrunden- und ein Endrundenturnier geplant. Letzteres wird am 8. Juli im August-Wenzel-Stadion in Barsinghausen angepfiffen. Der Siegermannschaft winkt als Preis ein Trainingslager in der Sportschule des NFV in Barsinghausen, dem Fußball-Mekka für ganz Niedersachsen. 20 Mannschaften aus den Kreisen Hameln-Pyrmont, Schaumburg, Holzminden und Hildesheim hatten sich angemeldet. Aus heimischen Gefilden waren der TSV Nettelrede, der gastgebende MTSV Aerzen sowie der HSC BW Tündern am Start.

Am Vorabend des Turniers sagten kurzfristig zwei Mannschaften ab, sodass die Spielpläne neu geschrieben werden mussten. Am Turniertag reiste dann mit dem SV Sachsenhagen ein Team aus dem Kreis Stadthagen an, das sich für dieses Turnier bisher nicht angemeldet hatte. Selbstverständlich bekamen die Mädchen aus Sachsenhagen auch kurzfristig die Möglichkeit mitzuspielen.

Als Sichter wurden Kreisauswahl-, Stützpunkt- und Verbandstrainer unter der Regie des Lehrbeauftragten des Bezirks Hannover, Axel Ohme und der Bereichstrainerin Meike Berger aktiv. Zu den aufmerksamen Beobachterinnen zählte auch Frau Seegers, als Vertreterin einer heimischen VGH-Filiale. Wesentlichen Anteil an der guten Stimmung unter den Mädels hatte Matthias Wunder mit seinem super Organisationsteam, das die vielen Spielerinnen und Beobachter hervorragend versorgte.

Die Spiele wurden ohne Schiedsrichter durchgeführt. Erstaunlich, wie fair und ohne Probleme die Mädchen selbst kritische Auseinandersetzungen untereinander regelten. Das Verhalten der Eltern und Fans, die sich zumeist in der weit vom Spielfeld gelegenen Coaching-Zone aufhielten, wirkte sehr entspannend. So hielten sich am Spielfeldrand nur die Trainer mit ihren Ergänzungsspielerinnen sowie die Sichter auf.

Zeitgleich auf vier Kleinspielfeldern wurde in drei Gruppen mit fünf und einer Gruppe mit vier Teams nach dem Modus jeder gegen jeden gespielt. Nur die Gruppen-Ersten qualifizierten sich für die Halbfinalspiele. Nach den Gruppenspielen belegte der MTSV Aerzen in der Gruppe A Platz eins. In Gruppe B hatten die Mädchen von HSC BW Tündern souverän ohne Verlustpunkt und Gegentor die Nase vorn. Die Deister- girls aus Rodenberg dominierten ebenfalls ohne Verlustpunkt und Gegentor die Gruppe C und der PSV GW Hildesheim schloss die Gruppe D erfolgreich ab.

Im ersten Halbfinale besiegten die Mädchen aus Tündern die Gastgeber aus Aerzen am Ende knapp mit 3:2. Im zweiten Halbfinale feierten die Deistergirls ebenfalls mit 3:2 gegen den PSV GW Hildesheim den Einzug ins Finale. So standen die Mädchen aus Aerzen im Spiel um Platz 3 dem PSV GW Hildesheim gegenüber und unterlagen mit 0:2. Im Endspiel forderte schließlich der HSC BW Tündern die Deistergirls. Es entwickelte sich das spannendste Spiel des Turniers mit Chancen für beide Teams. Nach dem 1:1 Ausgleich für die Deistergirls schien das Spiel unentschieden zu enden. Die Mädchen aus Tündern spielten jedoch weiter mutig nach vorn und wurden Sekunden vor dem Schlusspfiff durch ein Last-Minute-Tor belohnt. Als Turniersieger qualifizierten sich die Tünderaner Mädchen für das Endrundenturnier am 8. Juli in Barsinghausen.

Auch das Trainergespann Katja Maluschka und Gerd Hilker war nach dem Abpfiff voll des Lobes über die Leistung ihrer Spielerinnen. Das Team des HSC BW Tündern (Annabel Böhme, Iscia Berger, Marlena Fedder, Sunja Wilhelm, Sophie Niebisch) wurde durch Einzelspielerinnen anderer Vereine aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont verstärkt: Elisa Meier (JSG Rohden/Segelhorst), Marie Schröder (Inter Holzhausen), Rieke Appel (SV Hastenbeck) und Corinna Pradella (SV Lachem/Haverbeck), die sich allesamt prima in die Mannschaft einfügten. Leider konnte Torhüterin Ann-Kathrin Wiemann verletzungsbedingt nicht dabei sein, berichtet Rüdiger Grupe, der Kreismädchenreferent und Spielleiter.



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