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Nominiert als Sportlerin des Jahres: Michaela Wollborn vom KC Hameln gewinnt bei Drachenboot-EM drei Silbermedaillen

Sie paddelt auf der Erfolgswelle

WESERBERGLAND. Bei ihrem Deutschland-Debüt gewann sie dreimal EM-Silber mit der Drachenboot-Nationalmannschaft: Michaela Wollborn vom KC Hameln ist eine von zehn Kandidatinnen, die als Sportlerin des Jahres nominiert wurden.

veröffentlicht am 27.11.2017 um 17:46 Uhr
aktualisiert am 27.12.2017 um 12:15 Uhr

Muschik, Moritz

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Mit der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft dabei zu sein, ist allein schon ein Riesen-Erfolg. Dann aber noch drei Silbermedaillen zu gewinnen, ein noch größerer. Für Michaela Wollborn vom Kanu-Club Hameln wurde 2017 der Traum wahr: Mit dem deutschen Drachenboot holte sie im ungarischen Szeged dreimal EM-Silber. Dabei schrammte das deutsche Boot nur knapp am Titel vorbei. „Weil die Goldmedaille erreichbar war, hätte ich die natürlich gern mitgenommen. Aber Silber allein war schon toll“, sagt die 44-Jährige. Über 200, 500 und 2000 Meter sicherte sich die Hamelnerin mit der Nationalmannschaft jeweils Platz zwei. Und das bei ihrem Debüt im Deutschland-Trikot – für Wollborn „ein unvergessliches Erlebnis“.

Wie die Friseurin reagierte, als sie von ihrer Nominierung erfuhr? „Als der Brief kam, habe ich mich riesig gefreut und und war total stolz.“ 2015 sammelte sie bereits fleißig Medaillen bei der Klub-WM und -EM und war schon damals für die Sportlerwahl nominiert. Dieses Jahr steht auch ihr Ehemann Stephan Wollborn zur Wahl als Sportler des Jahres. Denn: Das Paar saß bei der EM gemeinsam im Boot und holte für Deutschland das Silber-Triple. Ein Paddelpärchen der Superlative. Weil das Training und Wettkämpfe viel Zeit in Anspruch nehmen, „meckern unsere Eltern manchmal schon, dass wir kaum Zeit haben“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Umso dankbarer ist die Mutter für die Unterstützung ihrer Familie. Ihre nächsten Ziele sind die EM in Brandenburg und die WM in Atlanta nächstes Jahr. „Wenn wir dort Gold gewinnen sollten, hätten wir alles erreicht, was man in unserem Sport erreichen kann.“

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