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sg13/Ballgeflüster

veröffentlicht am 11.02.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 16:21 Uhr

„Chicago“ lautete das Motto für die 9. Sport-Gala – eine Stadt, die in den „Roaring Twenties“ für wilde Partys und überschäumende Lebensfreude, Jazz und schwarze Clubs stand. Es war aber auch die Zeit der Glücksjäger, der Prohibition und der kriminellen Syndikate unter skrupellosen Gangsterbossen. Jede Menge Stoff also für spannende Unterhaltung, aber auch für eine filmreife Dekoration. Und da hatte Schauwerbegestalter Uwe Kaschel aus dem Vollen geschöpft: Für die Backstein-Optik Chicagos orderte er Hunderte von entsprechend bedruckten Stoffmetern, platzierte überall Ölfässer und ließ finstere Gestalten aufmarschieren: Das Maschinengewehr im Anschlag und den Hut tief ins Gesicht gedrückt, lungerten sie in dunklen Ecken herum und verbreiteten – nein, nicht Angst und Schrecken, sondern kriminelle Energie. Und zwar bei den Ballgästen. Denn die hatten in kürzester Zeit den Ganoven Hüte und Gewehre abgenommen. Ohne Gegenwehr übrigens. „Ich hatte schon befürchtet, dass ich nach dem Abend meine Schaufensterpuppen halb nackt zurückbekommen würde“, kommentierte Kaschel den Beutezug mit einem Schmunzeln.

Dass man Frauen sprachlos erlebt, ist eher die Ausnahme. Bei der Sportler-Ehrung aber kam ihnen ein Mann zuvor: Als Moderator Peter-Michael Zernechel die Sportlerinnen vor der mit Spannung erwarteten Bekanntgabe der Platzierungen fragte: „Seid ihr aufgeregt?“, antwortete laut und vernehmlich eine männliche Stimme: „Ja!“ Jetzt würden wir nur noch gern wissen, warum Er so aufgeregt war…

Die Sport-Gala macht Mode. Das war schon in den vergangenen Jahren so, wenn die schönsten Ballkleider bewundernde Blicke

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auf sich zogen. Diesmal hatte das Motto „Chicago“ viele Frauen inspiriert, sich im Look der 20er-Jahre zu präsentieren. Mit allem, was dazugehört: Stirnbänder, Federboas, Zigarettenspitze – und Netzstrümpfe. Die aber waren in Hameln plötzlich Mangelware, wie Jutta Tiedau, Ehefrau des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Weserbergland, Friedrich-Wilhelm Kaup, feststellen musste, als sie am Tag vor der Gala noch schnell schicke schwarze Netzstrümpfe zum neuen Kleid kaufen wollte: „Ausverkauft“, hieß es überall. Ihr Mann sah’s positiv: „Die Sport-Gala hat schon eine hohe Wirtschaftskraft für den textilen Einzelhandel hier im Weserbergland“, freute er sich. Und die hautfarbenen Strümpfe seiner Gattin fand er mindestens so schick wie Netzstrümpfe. Stilsicher hatte sich übrigens auch „Friwi“, wie ihn seine Freunde nennen, auf das Motto eingestellt: Zum dunklen Anzug trug er einen eleganten, weißen Jopie-Heesters-Schal.

So eine gigantische Geburtstagsparty wie die Gattin des Werbeleiters der Sparkasse Weserbergland erleben wohl nur wenige: Pünktlich um Mitternacht blies Bernhard Kruppkis Ehefrau Renate die vielen kleinen Kerzen auf der Geburtstagstorte aus, die ihr zuvor Claudia Bubat von der Dewezet überreicht hatte. Anschließend wurde weiter ausgelassen gefeiert – ganz „intim“ mit 1400 Ballgästen. Herzlichen Glückwunsch!

Schwarz, Weiß und Rot waren die Farben der diesjährigen Sport-Gala: Farben, die von der Firma Blumen Ehlerding auch bei der Tisch-Deko mit blutrotem Blumenschmuck aufgegriffen wurden. Dazu gab’s – ganz im Stil der guten alten, blutrünstigen Gangsterfilme aus Chicago Schießpulver und Mini-Pistolen – als Schlüsselanhänger, versteht sich.

Normalerweise erlebt man sie ja nur hinter der Kamera. Diesmal aber konnte Fotograf Nils Propfen seine Kollegin Dana Pollok davon überzeugen, sich v o r seine Kamera zu begeben: „Dana“ legte kurzerhand die eigene beiseite und posierte mit Ehemann Hans fürs Erinnerungsfoto. Danach aber war sie wieder voll im Einsatz, wie übrigens ihre Kollegen „Wal“ (Matthias Waldeck) und „nls“ (Nils Propfen) auch. Und auch viele andere Mitarbeiter von Dewezet und Sparkasse Weserbergland machten bei der Gala die Nacht zum Tag und rackerten bis in die frühen Morgenstunden: die Video- und die Online-Redaktionen, die Jungs von der IT, aber auch die unzähligen Helfer vor und hinter den Kulissen.

Und noch einer rackerte bis in den frühen Morgen: Stephan Winkelhake war auch bei dieser Gala einer der ersten, der loslegte, und einer der letzten, der einpackte. Er spielte, spielte, spielte und spielte. Der begnadete Pianist, der bislang bei keiner Sport-Gala fehlte, unterhielt im Foyer und im Grimms mit sanften Klängen und sorgte so für eine schöne, entspannte Atmosphäre. Übrigens: Dass Stephan Winkelhake seit der ersten Sport-Gala vor neun Jahren einen Zweitwohnsitz in der Rattenfänger-Halle hat und dort mit seinem Instrument in einem Geräteraum „übersommert“, wie spitze Zungen behaupten, ist schlicht ein Gerücht.

Schlagfertig reagierte der niedersächsische (Noch-)Innenminister Uwe Schünemann auf die Frage von Moderator Peter-Michael Zernechel, ob er auch selbst Sport treibe: Ja, gab er zu, früher habe er viel Basketball gespielt, aber nachdem er Minister wurde, sei der Sport viel zu kurz gekommen: „Aber jetzt habe ich wieder Zeit für Sport“, meinte Schünemann. Cool. „Schön, dass Sie das gesagt haben“, stellte der Moderator fest: „Ich hätte nicht gewagt, das zu sagen.“

Geflüster BALL-

Happy Birthday! Claudia Bubat von der Dewezet überreichte Bernhard Kruppkis Ehefrau Renate pünktlich um Mitternacht Blumen und eine Torte zum Geburtstag.

Mit dem Charleston-Look ganz auf das Chicago der 20er Jahre eingestellt, waren Jutta Tiedau und Friedrich-Wilhelm Kaup (li.).

Ausnahmsweise mal vor statt hinter der Kamera: Dewezet-Fotografin Dana Pollok posiert mit Ehemann Hans für ein Erinnerungsfoto (re.).



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