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Oenelcin steigt mit Hessisch Oldendorf ungeschlagen in die Kreisliga auf und gewinnt den „Pott“

Saison der Superlative! TuS wie aus einem Guss

veröffentlicht am 08.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:21 Uhr

Roland Giehr

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Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Grün ist nicht nur die Trikot-Farbe der Hoffnung, sondern im Fall des TuS Hessisch Oldendorf auch des Erfolgs. Der einstige Drittligist hat sich nach einigen trostlosen Jahren im Schattendasein der unteren Fußball-Provinz wieder ins Rampenlicht gekämpft und nun auf Kreisebene eine Saison der Superlative hingelegt, die nun wirklich keine sportlichen Wünsche übrig ließ. Der TuS spielte wie aus einem Guss und gewann fast alles, was es zu gewinnen gab. Wer auch immer es versuchte, der Express vom Waldstadion war einfach nicht zu stoppen. Freie Fahrt ins Glück war angesagt in der Saison 2011/12.

So wurde Trainer Tarik Oenelcin mit seiner spielstarken Mannschaft nicht nur souveräner Meister der Leistungsklasse und stieg mit 60 Punkten und einem Traumtorverhältnis von 101:20 in die Beletage des Kreises auf, sondern holte sensationell auch noch den Kreispokal.

Ein absolutes Novum in der langen TuS-Historie, denn der begehrte „Pott“ wanderte seit Einführung des Wettbewerbs vor 46 Jahren immer nur in die Vitrinen der anderen Klubs. Gleich im ersten Jahr das Double in der Hand, erfolgreicher kann ein Trainer nun wirklich nicht mehr arbeiten. Die Pokal-Sternstunde seiner Elf in der heißen Maisonne von Bad Münder ist bei Oenelcin deshalb auch noch immer bestens präsent.

„Nach dem Abpfiff waren wir alle total happy, völlig losgelöst und auch völlig fertig“, erinnert er sich an den 2:1-Triumph nach Verlängerung gegen den Stadtrivalen Rot-Weiß Hessisch Oldendorf. Und das war schließlich nicht nur irgendein Sieg für ihn und seine Mannen, nein, das war wohl der Sieg der Saison. Auch wenn es insgesamt 25 davon gab. Inklusive Pokal absolvierte das Team um Bujamin Kiki, Latif Kiki und Varinder Singh 28 Pflichtspiele und musste sich nur dreimal mit einem Remis begnügen.

Auch eine Etage höher in der Kreisliga ist der Aufsteiger schnell zu einer echten Hausnummer geworden. Nur der Nimbus der Unbesiegbarkeit ist inzwischen schon wieder Makulatur, denn der momentane Tabellenfünfte kassierte bereits drei Niederlagen. Geht es nach den ehrgeizigen Zielen von Trainer Tarik Oenelcin, der sich momentan noch in der Reha von einer schweren Erkrankung erholt, soll der neue Hessisch Oldendorfer Erfolgsweg aber nicht in der Kreisliga enden.

Zwar wird eine Rückkehr in die 3. Liga für den TuS auf immer und ewig utopisch bleiben, einen Platz im Bezirk könnte sich Oenelcin aber irgendwann einmal vorstellen...



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