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Magische Momente und spektakuläre Show-Acts bei der 13. Sportgala

Eine sagenhafte Party-Nacht

Es waren einmal Männer und Frauen, Jungen und Mädchen, die brachen auf, die Besten ihrer Zunft zu küren. Aus dem gesamten Weserbergland kamen sie herbei, um bei der 13. Sportgala von Dewezet und Sparkasse Hameln-Weserbergland von den großen Taten besonderer Menschen zu hören und eine rauschende Ballnacht zu feiern.

veröffentlicht am 12.02.2017 um 17:42 Uhr
aktualisiert am 13.02.2017 um 19:09 Uhr

Michael Zimmermann

Autor

Gastautor zur Autorenseite

Nach dem Abtauchen in die Tiefen des Meeres im vergangenen Jahr drehte sich am Samstag alles um Märchen, Mythen und Sagen. Schon im Foyer wurden die zahlreichen Besucher von der „Freyschar zu Bokenrode“ in ihren mittelalterlichen Gewändern auf das Motto eingestimmt, und aus der Rattenfänger-Halle wurde ein geheimnisvoller Märchenwald. Erdtöne sorgten für die magische Atmosphäre. Herzstück der fantasievollen Dekoration war die Bühne, die für den Galaabend in ein Schloss verwandelt wurde, über dem ein großer Vollmond aufgegangen war.

Eigentlich verwunderlich, dass Märchen und Sagen erst bei der 13. Auflage den thematischen Rahmen der Sportgala in der Rattenfängerstadt bildeten. Dabei brachten die Helden des Abends alles mit, was zu einem Märchen dazugehört: Zwar mussten sie nicht mit Riesen, Hexen oder Drachen kämpfen – wie ihre „sagenhaften“ Pendants überwanden aber auch sie mutig und tapfer Hürden, arbeiteten hart und hatten ein wenig Glück, ans ersehnte Ziel zu kommen. Bereits beim Einmarsch war klar: Die Nominierten sind „Simply the best“, wie „The-Voice“-Teilnehmerin Vera Tavares ihnen zu Ehren sang. Dewezet-Sportredakteur Andreas Rosslan musste krankheitsbedingt das Bett hüten, sodass Julian Mau kurzfristig als Co-Moderator an die Seite von Social-Media-Reporter Jan-Philipp Hullmann sprang. Souverän führten Hullmann und Mau durch den Abend, der vor allem den Sportlerinnen, Sportlern, Mannschaften und Junioren des Jahres gehörte.

Mit exakt 30 363 Stimmen sorgten die Dewezet-Leser dafür, dass die 13 für einige der Sportler alles andere als eine Unglückszahl war: Die Crosstriathletin Petra Majewski vom ESV Eintracht Hameln kam bei der Wahl zur „Königin“ auf den ersten Platz. Der zweite Platz ging an Kaya Treder (Rudern/RV Weser), Drittplatzierte wurde Mandy Korschinek (Drachenboot/KC Hameln). Ein sagenhaftes Sportjahr liegt auch hinter dem „König“, der ebenfalls im Crosstriathlon zu Hause ist: Scott Anderson, der im schweizerischen Valle des Jeux sensationell Europameister in seiner Altersklasse wurde, behauptete sich gegen Kevin Schumacher (Fußball/ SpVgg. Bad Pyrmont/Germ. Egestorf) und Enrico Korschinek (Drachenboot/KC Hameln). Der A-Juniorenachter des RV Weser durfte sich über den Titel „Mannschaft des Jahres“ freuen. Auf dem zweiten und dritten Platz landeten die Fußballfrauen des SV Hastenbeck und die Handball-C-Junioren des VfL Hameln. Und auch die „Thronfolger“ stehen schon in den Startlöchern: Trampolinspringer Till Bache vom VfL Hameln durfte die Auszeichnung als bester Nachwuchssportler entgegennehmen, Schwimmerin Alena Gemici (SV Hameln 13) und Rollkunstläuferin Mai Pham Ngoc (RESC Hameln) freuten sich über die Plätze zwei und drei.

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Für Ehrenpreisträger Horst Hönig gab es eine Extra-Umarmung als Dankeschön. Foto: FN

Ehrenpreisträger Horst Hönig wurde von Laudator und Sparkassen-Chef Alois Drube für sein Engagement als Chef des Behinderten-Sportvereins Hameln ausgezeichnet. Er bekam noch auf der Bühne eine dicke Umarmung von den beiden Moderatoren.

Neben der Ehrung der Sportler gehört zur Sportgala selbstverständlich ein Rahmenprogramm, das sich sehen lassen kann: Die Tanzschule „Für Sie“ gab eine mystisch angehauchte Kostprobe ihrer Fähigkeiten im Contemporary zum Besten, einer Mischung aus Ballett, Jazzdance und Ausdruckstanz. Tanzlehrerin Bella Gottwald und ihre Tänzer erzählten die Geschichte des Musical-Hits „Wicked“, die sich den Hexen Glinda und Elphaba aus dem „Zauberer von Oz“ widmet. Zum großen Finale des Auftritts ließ sich Jan-Philipp Hullmann von der Master Class in die Höhe heben – ganz im Sinne des Songtitels, den sich die Tänzer ausgesucht hatten: „Defying Gravity“ – „die Schwerkraft bekämpfen“. Wie das geht, weiß auch BMX-Artist Frank Wolf aus Berlin, der mit viel Humor vorführte, dass mit einem Fahrrad irre Sachen möglich sind. Spektakuläre Sprünge und wahnwitzige Drehungen brachten das Publikum zum Staunen.

Ein schaurig-schönes Musikerlebnis brachte das Rollsport-Team Hummetal in die Rattenfängerhalle. Felix Nolte als Obervampir Graf von Krolock und Luisa Heinemann als Wirtstochter Sarah sangen das Duett „Totale Finsternis“ aus dem Musical „Tanz der Vampire“. Und schließlich wusste auch Vera Tavares mit ihrer markanten Stimme noch einmal zu überzeugen: Sie präsentierte ihren eigenen Titel „Alien“ und den Klassiker „Say a little prayer“.

Nach dem offiziellen Teil begann die coolste Party des Hamelner Veranstaltungsjahres. Im Spiegelsaal sorgte die Liveband Hit Radio Show mit Partyklassikern für Stimmung. Die neun Musiker brachten mit rund 200 Kostümen, Perücken und Accessoires mehr als 40 Stars der Musikgeschichte zu ihrer Show mit. Im Hauptsaal füllte die James Steiner Band im Wechsel mit DJ Andreas Kuhnt das Tanzparkett. Und auch wenn die sagenhafte Ballnacht nicht drei Tage und drei Nächte andauerte, so feierten die Gäste doch zumindest vergnügt bis in den frühen Sonntagmorgen.



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