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Nominiert als Sportler des Jahres: Nico Franke von Time Sports Hessisch Oldendorf

Der Champion mit dem Schläger

WESERBERGLAND. Er hat schon fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und zählt mit 17 Jahren zu den besten Crossminton-Spielern der Welt: Und auch 2017 glänzte Nico Franke von Timesports Hessisch Oldendorf mit WM-Silber im Doppelpack.

veröffentlicht am 20.12.2017 um 15:01 Uhr
aktualisiert am 09.01.2018 um 12:44 Uhr

Muschik, Moritz

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Wenn Sie Nico Franke fragen, ob er einen Traum hat, wird er antworten: „Natürlich, jeder will die Nummer eins sein. Das will ich auch. Aber ich möchte vor allem, dass mein Sport bekannter wird.“ „Sein Sport“ ist Crossminton, ein Mix aus Badminton, Squash und Tennis. Das Rückschlagspiel zeichnet sich vor allem durch das hohe Tempo aus. Die sogenannten „Speeder“ erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 290 Stundenkilometern. „Man braucht Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer“, erzählt der Athlet vom Verein Time Sports Hessisch Oldendorf.

In der Trendsportart ist er ein echter Champion. Im Jugendbereich hat er so ziemlich alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Er wurde schon Weltmeister, Europameister und Deutscher Meister. Dieses Jahr sicherte er sich im Einzel und Doppel jeweils Platz zwei bei der U18-WM in Warschau. Jetzt will er auch bei den Herren durchstarten. Der Einstieg ist ihm direkt gelungen: Bei den Weserbergland Open in Hessisch Oldendorf gewann der Lokalmatador im März das Finale gegen die Nummer eins der Herren-Weltrangliste. Es folgte sogar die Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft. Richtig gut lief es für den 18-Jährigen dann bei den Spanish Open auf Gran Canaria. Auf der spanischen Urlaubsinsel setzte er sich im entscheidenden Match gegen seinen Bruder Maximilian durch.

Auch den Fuchsbau Multicourt Cup in Berlin konnte der Hessisch Oldendorfer gewinnen. Bei den Dutch Open in den Niederlanden reichte es Anfang Dezember zu Platz fünf. „Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meinen Leistungen“, meint Nico Franke. Und das kann er in seinem ersten und gleich erfolgreichen Jahr bei den Herren auch sein.

Am Schiller-Gymnasium in Hameln machte der Trendsportler im Sommer sein Abitur. Danach zog es ihn nach Mülheim an der Ruhr. Dort studiert er Sicherheitstechnik, möchte danach zur Feuerwehr. Soweit die beruflichen Ziele. Und sportlich?

„Ich möchte in der Herren-Weltrangliste unter den besten zehn sein“, blickt er nach vorn. Aktuell steht er auf Platz 18.

Und dann ist da ja noch sein anderer Traum: den Sport bekannter zu machen. Warum eigentlich? „Wenn mehr Zuschauer kommen, werden auch mehr Sponsoren investieren und die Sportart wird größer“, meint er. Noch ist Crossminton eben relativ unbekannt. Geht es nach ihm, soll sich das ändern. Am besten schnell. Nico Franke liebt eben das Tempo …



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