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Sabbatjahre sind vorbei: Die 24-jährige 400- und 800-Meter-Läuferin hat bei der LG Weserbergland wieder Feuer gefangen

Das „extreme Gefühl“ macht Diana Dienel glücklich

veröffentlicht am 07.11.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 17:21 Uhr

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Das Jahr 2012 hat für Diana Dienel eine wichtige Erkenntnis gebracht. „Ich habe lange überlegt, ob ich mir das noch antun will. Doch nach diesem Jahr bei der LG Weserbergland weiß ich: Ich will wieder.“ Die 24-jährige 400- und 800-Meter-Läuferin hat wieder Feuer gefangen.

Mit 16 Jahren hatte die im sächsischen Pirna Aufgewachsene national für Furore gesorgt. Mit nur einer halben Stunde Abstand hatte sie sich den deutschen Jugend-Titel sowohl über 800 als auch 400 Meter geholt. „Ich war damals die klare Nummer eins in Deutschland.“ Verlieren war ihr unbekannt. Doch es folgten nach ihrem Einsatz bei der Europameisterschaft 2007 Sabbat-Jahre.

Auch der Wechsel aus Pirna nach Hannover schien zunächst ein Fehler gewesen sein. Nicht das Studium zum gehobenen Polizei-Dienst, aber die Zusammenarbeit mit Landestrainer Jörg Voigt brachte nicht den erhofften Fortschritt. Doch da trat Werner Scharf, Coach der LG Weserbergland, aufs Feld und weckte Dienels Ehrgeiz neu. „Das kann nicht alles weg sein, was ich früher konnte.“ Und die ersten Erfolge gab es schon in diesem Jahr. In Rostock wurde sie norddeutsche 800-Meter-Meisterin und auch Dritte über 400 Meter. 2:11,01 Minuten sowie 56,20 Sekunden waren die Ergebnisse. Den Landestitel über 800 Meter gab es auch. „Meine diesjährigen Zeiten will ich aber im kommenden Jahr weiter verbessern und noch näher an die Ergebnisse aus der Jugend kommen.“

Auch ihre ungewöhnliche Kombination mit der längsten Sprint-Strecke sowie der kürzesten Mittelstrecke will sie beibehalten. „Die 400 Meter liebe ich aber noch mehr. Wenn man alles gegeben hat, total platt ist und im Ziel weder stehen noch sitzen kann, ist das ein extremes Gefühl.“

Und dieses will sie noch oft haben – trotz des Endes des Studiums und Aufnahme des Dienstes als Kommissarin im Polizei-Kommissariat Laatzen. „Meine 40 Stunden muss ich da machen. Aber auch mein Chef ist sportbegeistert. Ich will wieder unter 2:10 Minuten kommen, über 400 Meter wieder eine 55er Zeit laufen und auch zur DM.“

Sie hat große Ziele, aber seit LGW-Coach Werner Scharf auch seine psychologischen Qualitäten ausgespielt hat und Diana Dienels Ehrgeiz wieder der alte ist, sollte vieles möglich sein. Das lässt für die Zukunft hoffen.



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