Prix Versailles: Die 7 schönsten Bahnhöfe der Welt 2025
Seit 2015 verleiht die Unesco jährlich den renommierten Prix Versailles. Die internationale Auszeichnung würdigt außergewöhnliche Architektur und Design, die Innovation, Nachhaltigkeit und kulturelle Einbindung vereinen. Neben Kategorien wie Museen, Restaurants oder Flughäfen werden auch Bahnhöfe prämiert.
Nun stehen die sieben schönsten Bahnhöfe der Welt 2025 fest, sowohl Zug-Bahnhöfe als auch U-Bahn-Stationen: von einem futuristischen U-Bahn-Knotenpunkt in Sydney bis hin zu einem spektakulären Wüstenbahnhof in Saudi-Arabien. Alle ausgezeichneten Bauten sind Beispiele dafür, wie moderner Verkehr und architektonische Vision Hand in Hand gehen können, im Sinne einer „intelligenten Nachhaltigkeit“, so die Jury des Prix Versailles. Ein Bahnhof in Deutschland schaffte es leider nicht unter die Top 7, doch zwei andere Länder Europas sind darunter vertreten.
Dies sind die drei schönsten Bahnhöfe 2025 in Europa
Diese Bahnhöfe in Europa wurden (ohne bestimmte Rangfolge) mit dem Prix Versailles ausgezeichnet:
Bahnhof von Mons, Belgien
Die kleine belgische Universitätsstadt Mons mit rund 95.000 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt etwa 60 Kilometer südwestlich von Brüssel und stand bisher auf der Bucketlist von nur wenigen Reisenden. Das dürfte sich nun ändern, denn laut Unesco beheimatet Mons einen der weltweit schönsten Bahnhöfe – der erst im Dezember 2024 nach fast 20-jährigen Bauarbeiten neu eröffnete.
Der neue Bahnhof wurde von dem berühmten spanischen Architekten Santiago Calatrava entworfen, als lichtdurchfluteter, 165 Meter langer Bau aus weißem Stahl und Glas. Mit seinen klaren Linien und der fast schwebenden Form wirkt das Gebäude laut Jury wie eine „kathedralenartige Brücke“ zwischen dem historischen Zentrum von Mons mit dem neu entstehenden Viertel Grands Prés, so die „Brussels Times“.
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Metrostationen Saint-Denis-Pleyel und Villejuif-Gustave Roussy, Paris, Frankreich
Gleich zwei Metrostationen in Paris wurden 2025 mit dem Prix Versailles ausgezeichnet.
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Die erst 2024 eröffnete Metrostation Saint-Denis-Pleyel liegt rund sieben Kilometer nördlich des Pariser Stadtzentrums, in dem dynamischen Viertel Saint-Denis. Dieses erhielt durch den neuen „Grand Paris Express“ (eines der größten Infrastrukturprojekte Europas) eine zentrale Rolle im städtischen Nahverkehr und ist gleichzeitig ein architektonisches Wahrzeichen. Die Metrostation ist ein Werk des japanischen Stararchitekten Kengo Kuma und beeindruckt durch ihr harmonisches Spiel aus Licht, Holz und Glas sowie die geschwungenen Formen, so ActuParis.
Die ebenfalls 2024 eröffnete Metrostation Villejuif-Gustave Roussy liegt dagegen etwa zehn Kilometer südlich von Paris, im Département Val-de-Marne und einem Vorort, der durch das Forschungszentrum Gustave Roussy international bekannt ist. Dieser Bahnhof wurde von dem französischen Architekten Dominique Perrault entworfen und zeichnet sich durch seine klare, geometrische Architektur und großzügige Raumwirkung mit viel Licht aus.
Die Jury des Prix Versailles hob laut den französischen Nachrichten die kreative Energie hervor, die in die neuen Pariser Metrostationen geflossen sei, und nannte sie „einen neuen Spielplatz für große Architekten“.
Dies sind die vier schönsten Bahnhöfe 2025 außerhalb Europas
Gadigal Station, Sydney, Australien
Auch die Metrostation Gadigal in Sydney wurde erst 2024 eröffnet und schaffte es 2025 sogleich unter die Top 7 der mit dem Prix Versailles ausgezeichneten Bahnhöfe. Der 25 Meter unter der Erde liegende Bahnhof zeichnet sich durch klare Linien, helles Material und ein nachhaltiges Konzept aus.
Der Name entstammt dem Gadigal-Volk, den ursprünglichen Bewohnerinnen und Bewohnern der Region, und soll damit moderne Technik und kulturelle Bedeutung verbinden. Besonders sehenswert sind laut dem Magazin „Sydney Metro“ die farbenfrohen, 13 Meter hohen Mosaike des Künstlers Callum Morton, die an beiden Eingängen installiert sind. Das Kunstwerk besteht aus 10.000 Keramikfliesen, die Sydneys Bahngeschichte mit Humor darstellen.
Baiyun Station, Guangzhou, China
Im Norden der Millionenmetropole Guangzhou in China liegt der 2023 eröffnete Bahnhof Baiyun. Dieses futuristische Verkehrszentrum steht nun ebenfalls auf der Liste der prämierten Top-7-Bahnhöfe. Der Komplex verbindet Hochgeschwindigkeitszüge, U-Bahn-Linien und Busse unter einem riesigen, lichtdurchfluteten Dach.
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Zur vollständigen AnsichtLaut „Time Out“-Magazin spielt die Architektur mit Formen aus der Natur. Da gibt es eine filigrane Membran über dem Hauptgebäude, die an Blütenblätter des Baumwollbaums erinnert, der offiziellen Blume Guangzhous. Darunter erstreckt sich ein urbaner Park mit Spazierwegen und begrünten Flächen, der das Umsteigen und Warten angenehmer gestalten soll. Die oberen Etagen der Baiyun Station beheimaten dagegen Büros, Geschäfte und sogar Wohnungen.
KAFD Station, Riad, Saudi-Arabien
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Zur vollständigen AnsichtMitten im modernen Finanzviertel von Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad liegt die imposante King Abdullah Financial District (KAFD) Metro Station, entworfen von Zaha Hadid Architects. Sie wurde erst 2024 eröffnet und zählt zu den zentralen Knotenpunkten des neuen Riyadh-Metro-Netzes – dem laut Architektur-Plattform Arqa weltweit längsten fahrerlosen U-Bahn-System mit über 176 Kilometern Strecke und 85 Stationen.
Das Gebäude mit seinen geschwungenen Formen und der markanten Betonfassade wirke wie eine futuristische Sanddüne, inspiriert von den Windmustern der Wüste. Sechs Bahnsteige verteilen sich auf vier Ebenen, dazu kommen großzügige Passagen, Plätze und direkte Verbindungen zum Bus- und Monorail-System. Dank energieeffizientem Design, automatischer Klimasteuerung und Solarenergie wurde die Station sogar mit dem LEED-Gold-Zertifikat ausgezeichnet.
Qasr Al Hokm Station, Riad, Saudi-Arabien
Genau wie in Paris wurden auch in Riad gleich zwei Stationen mit dem Prix Versailles ausgezeichnet: außer der KAFD Station zusätzlich die Qasr Al Hokm Metro Station, die mitten im historischen Zentrum von Riad liegt. Sie wurde von dem norwegischen Architekturbüro Snøhetta entworfen.
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Zur vollständigen AnsichtNach Angaben des Architektenbüros weist die Station einen offenen Fußgängerplatz auf sowie ein großes, poliertes Edelstahl-Dach. Dieses verbinde die verschiedenen Ebenen der Station optisch miteinander, lenke Tageslicht in die unterirdischen Bereiche und spende den umliegenden öffentlichen Flächen Schatten.
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